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E-Health: Deutsche offen für „smarte“ Gesundheitsangebote

Ärztin mit Tabletcomputer

© istock: metamorworks

 

23.05.2019

Elektronische Patientenakte, E-Rezept, Gesundheits-Apps – die Mehrheit der Deutschen will es digital. Für eine repräsentative Studie des Digitalverbands Bitkom haben mehr als 1.000 Menschen Auskunft darüber gegeben, wie sie es mit digitalen Anwendungen in der medizinischen Versorgung halten. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. 

In Sachen digitaler Gesundheitsversorgung stehen die elektronische Patientenakte und das E-Rezept hoch im Kurs. Knapp 65 Prozent der Befragten wären bereit, eine E-Akte zu nutzen. 63 Prozent der Deutschen stehen dem E-Rezept aufgeschlossen gegenüber. Je jünger die Befragten sind, desto größer die Offenheit. Aber: Selbst in der Altersgruppe der über 65-Jährigen sprechen sich 60 Prozent für eine E-Akte aus. Besonders bemerkenswert ist, dass rund 70 Prozent sogar ihre persönlichen Daten aus Vorsorge-Apps für eine digitale Patientenakte bereitstellen würden.

Viele Smartphone-Nutzer messen Gesundheits-Apps mittlerweile einen wichtigen Mehrwert für die eigene Gesundheit zu. 44 Prozent von ihnen erklärten, dass sie durch Apps besser über ihre eigene Gesundheit Bescheid wüssten. Viele Befragte gaben auch an, dass ihnen die kleinen Programme zu mehr Bewegung im Alltag verhelfen und sie zu sportlicher Aktivität motivieren würden.     

Smarte Medizin kann die Prävention stärken: Beispiel Diabetes         

Digitales Gesundheitsmonitoring bietet für gesunde Menschen und chronisch Erkrankte gleichermaßen ein enormes Potential, um die Lebensqualität zu steigern. Das zeigt das Beispiel Diabetes:  

Gesunden Menschen mit einem erhöhten Diabetes-Risiko kann die digitale Messung von Vitaldaten wie Körpergewicht und Schritten dabei helfen, ihre Risikofaktoren besser im Blick zu behalten. Damit sind sie in der Lage, selbstständig die Gefahr einer Erkrankung zu reduzieren. Für die Hälfte der Befragten der Bitkom-Studie käme ein solches Angebot in Frage, wenn sie selbst zu dieser Risikogruppe gehörten.

An Diabetes erkrankte Menschen können bereits von smarten Gesundheitslösungen profitieren: Sensoren und Softwaresteuerung überwachen dann permanent den Blutzuckerverlauf und – wenn nötig – verabreichen völlig automatisch Insulin.

Die Zukunft der Medizin ist digital und chancenreich

Eine große Anzahl der Deutschen geht heute davon aus, dass der digitale Wandel die medizinische Versorgung grundlegend verändert. Die Ergebnisse der Studie machen umso deutlicher, wie wichtig eine für alle Patienten zugängliche digitale Infrastruktur für die Zukunft der medizinischen Versorgung ist. Mit Blick auf die hohe Akzeptanz neuer technischer Angebote ist ein freier, unkomplizierter und sicherer Zugang geboten – unabhängig davon, wo der Patient versichert ist.

Der PKV-Verband setzt beim Thema Digitalisierung daher auf die Kraft des Wettbewerbs. Statt Insellösungen einzuführen, sollten die Grundsätze der Interoperabilität erfüllt bleiben und barrierefreie Zugänge für alle Beteiligten zu E-Health möglich sein.

 

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