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Neue bundesweite Unterstützung für Kommunen in der Alkoholprävention

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12.12.2019

Ab Mitte des Jahres 2020 können Deutschlands Kommunen im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch auf ein neues Beratungsangebot zurückgreifen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) startet ein bundesweites digitales Service-Center zur Unterstützung in der kommunalen Alkoholprävention. Das neue Angebot richtet sich insbesondere an kommunale Fachkräfte der Prävention und Suchthilfe; finanziert wird es von der Privaten Krankenversicherung.

„Wenn wir uns die Entwicklung des Trinkverhaltens bei Jugendlichen anschauen, können wir feststellen, dass die von uns finanzierte BZgA-Kampagne ‚Alkohol? Kenn dein Limit‘ schon viel Gutes bewirkt hat“, stellt PKV-Geschäftsführer Timm Genett fest. „Wir müssen aber noch stärker Menschen in schwierigen Lebenslagen erreichen. Über Medienkampagnen allein geht das nicht. Sondern dafür müssen wir die Akteure in der Suchtprävention, die wirksame Ansätze kommunal verankern, sinnvoll unterstützen.“

Das Service-Center wird den Kommunen einerseits dabei helfen, ihren Bedarf zu analysieren und eigene kommunale Aktivitäten in der Alkoholprävention umzusetzen. Es ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zu bundesweiten Präventionsangeboten und unterstützt bei der Umsetzung vor Ort. Profitieren können die Kommunen dabei unter anderem von den Erfahrungen der BZgA bei der Umsetzung schulischer Angebote oder beim Einsatz von sogenannten „Peers“.

Neues Service-Center will Netzwerke vor Ort weiter stärken

Außerdem stellt das Service-Center den Kommunen Werkzeuge zur Verfügung, um das Netzwerkmanagement vor Ort weiterzuentwickeln. Lokale Akteure, die bereits vielfältige Kompetenzen und Ressourcen im Umgang mit gefährdeten Jugendlichen haben, sollen sich noch nachhaltiger miteinander vernetzen können. Dazu zählen unter anderem Ärzte, Jugendämter und Beratungsstellen, aber auch beispielsweise das Ordnungsamt, Ausbildungsbetriebe, Vereine und Krankenhäuser.

Auch den Austausch der Kommunen untereinander wird das Center unterstützen. Eine Datenbank wird Good-Practice-Beispiele anschaulich machen. Zuletzt runden Serviceleistungen wie die Bereitstellung onlinebasierter Tools für die Zusammenarbeit zwischen Fachkräften das Angebot ab.

 

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