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Nationale Demenzstrategie: Auf dem Weg in eine demenzfreundliche Gesellschaft

© PKV-Verband, Jochen Scholl Referatsleiter Pflege

 

23.09.2020

Im Rahmen der diesjährigen Woche der Demenz vom 21. bis zum 27. September haben Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek zum Live-Auftakt der Nationalen Demenzstrategie eingeladen. Ein besonderer Anlass – auch für unseren Kollegen Jochen Scholl, Referatsleiter Pflege beim PKV-Verband. Der Verband und die PKV-Stiftung „Zentrum für Qualität in der Pflege – ZQP“ hatten sich seit Januar 2019 in verschiedenen Arbeitsgruppen in die Entwicklung der Nationalen Demenzstrategie eingebracht, die von der Bundesregierung am 1. Juli 2020 beschlossen wurde. Wir haben mit Jochen Scholl über die Ziele und das Engagement der PKV für Menschen mit Demenz gesprochen.

Herr Scholl, welche Ziele hat die Nationale Demenzstrategie?

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Das ist zunächst eine erfreuliche Nachricht. Doch im Zuge unserer alternden Gesellschaft erkranken immer mehr Menschen an Demenz. Bis 2050 könnte sich die Zahl der Demenzkranken auf 3 Millionen verdoppeln – die Krankheit geht uns also alle an. Die Nationale Demenzstrategie ist eine Antwort auf diese Entwicklung. Sie zeigt den Weg auf für eine demenzfreundliche Gestaltung aller gesellschaftlichen Lebensbereiche. Ihre Partnerinnen und Partner setzen sich gemeinsam für eine bessere Versorgung und Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen ein. Dabei helfen sollen soziale Unterstützungsnetzwerke vor Ort, eine gute medizinische Versorgung sowie eine erstklassige Forschung. Die Nationale Demenzstrategie ist langfristig angelegt und umfasst 27 Ziele mit insgesamt 160 Maßnahmen.

Wie ist die Private Krankenversicherung in die Strategie eingebunden?

Die Private Kranken- und Pflegeversicherung (PKV) engagiert sich bereits seit vielen Jahren in diesem Bereich, u.a. seit 2012 in der Allianz für Menschen mit Demenz – einem Vorläufer der Nationalen Demenzstrategie. Die Umsetzung einiger der oben erwähnten 160 Maßnahmen erfolgt ebenfalls durch den PKV-Verband. Hierzu zählt die kontinuierliche Weiterentwicklung der Informations- und Beratungsangebote um demenzspezifische Elemente.

Der medizinische Dienst der PKV, MEDICPROOF, bietet Betroffenen ein spezielles, individuelles und aufsuchendes Pflegetraining an. Dieses Beratungsangebot kann bereits zu Beginn einer Pflegebedürftigkeit im Rahmen der Pflegebegutachtung oder bei einer Pflegeberatung empfohlen und unkompliziert in Anspruch genommen werden. Eine spezielle aufsuchende Präventionsberatung für pflegende Angehörige bietet zudem die PKV-Tochter compass private pflegeberatung. Sie findet bestenfalls gleich zu Beginn einer Pflegesituation statt, um häufig auftretende Belastungen bei der Pflege von Menschen mit Demenz rechtzeitig erkennen und vorzubeugen zu können.

Warum engagiert sich die Private Krankenversicherung beim Thema Demenz?

Demenz kann jede und jeden treffen – ganz unabhängig ob privat oder gesetzlich versichert. Für die Private Krankenversicherung als eine Säule des deutschen Gesundheitssystems ist es wichtig, dass Menschen mit Demenz mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen werden und einen Platz in der Mitte der Gesellschaft haben. Es ist für uns daher selbstverständlich, die Gesellschaft im Rahmen unserer Möglichkeiten für die Belange von Menschen mit Demenz und die ihrer Angehörigen zu sensibilisieren. 

 

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