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Mehr Geld für die Entlastung von Pflegekräften

© iStock @FredFroese

 

18.09.2019

Fast 1,2 Millionen Menschen arbeiten deutschlandweit in der Kranken- und Altenpflege. Täglich versorgen sie im Krankenhaus, im Altenheim und in der häuslichen Pflege mehr als 3,4 Millionen Pflegebedürftige. Der Bedarf an gut ausgebildetem Pflegepersonal wächst weiter und weiter. Denn mit steigender Lebenserwartung werden künftig noch deutlich mehr Menschen auf Pflege angewiesen sein als heute.

Um für mehr Menschen den Pflegeberuf attraktiver zu machen und um das bestehende Personal spürbar zu entlasten, fördert die Bundesregierung mit dem Pflegpersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) seit Januar 2019 auch Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mit einem jährlichen Zuschuss von über 1 Million Euro beteiligt sich die Private Pflegeversicherung (PPV) an der Förderung. Für den gesamten Förderzeitraum (2019-2024) hält die PPV insgesamt rund 7 Millionen Euro bereit.

Diese Maßnahmen werden gefördert

Das Geld kann vielseitig eingesetzt werden. So sind jene Maßnahmen förderwürdig, die Arbeitsstrukturen und Angebote schaffen oder verbessern, um den beruflichen Alltag in punkto Familienvereinbarkeit zu erleichtern. Dazu zählen unter anderem eigene Kindertagesstätten der Pflegeeinrichtungen sowie die Einführung und Erweiterung von Betreuungsangeboten zu Ferienzeiten, an den Wochenenden, an Feiertagen und während der Nachtdienstzeiten.

Auch fallen Coachings, Schulungen und Weiterbildungen von Führungskräften in den Förderrahmen. Voraussetzung ist, dass sie das Ziel verfolgen, flexible Arbeitszeiten für Pflegekräfte im Hinblick auf die Dienstplan- und Einsatzplangestaltung sowie die Entwicklung und Etablierung alternativer Personalmanagementmodelle sicherzustellen.

Die Beantragung der Fördergelder (PDF-Dokument) sollte i.d.R. einfach und unbürokratisch erfolgen. Jede ambulante und stationäre Pflegeeinrichtung hat Anspruch auf einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent der ausgegebenen Mittel. Insgesamt kann jede Einrichtung pro Jahr eine maximale Fördersumme von 7.500 Euro erhalten. Der Antrag ist schriftlich an eine Pflegekasse, an deren Landesverband oder den Verband der Ersatzkassen in dem Bundesland zu richten, in dem die Pflegeeinrichtung zugelassen ist.

 
 

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