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Kapitaldeckung ist der beste Weg, die Pflege zukunftssicher zu machen

23.01.2014

Die Pflegeversicherung ist ein exzellenter Gradmesser für das Funktionieren des Kapitaldeckungssystems in der Privaten Pflegepflichtversicherung (PPV). Forderungen aus dem Lager der Gesetzlichen Krankenversicherung nach einer Einbeziehung der Alterungsrückstellungen der PPV in einen geplanten Vorsorgefonds für die Soziale Pflegeversicherung (SPV) sind nicht nur unrealistisch, sondern zeugen von der großen Sorge um die Zukunftsfähigkeit des SPV-Umlageverfahrens.

Die Alterungsrückstellungen von über 25 Milliarden Euro dienen der Finanzierung der Leistungsausgaben künftiger Pflegebedürftiger in der PPV und sind aus Beitragsteilen aufgebaut worden, die zusätzlich erhoben werden. Es handelt sich daher nicht um „Überschüsse“. Wenn diese Beitragsteile nicht mehr in die Alterungsrückstellungen flössen, sondern in den Demografiefonds der SPV, gäbe es keine Rechtfertigung mehr dafür, sie von den Privatversicherten zu erheben. Es würde sich dann um ein Sonderopfer der Privatversicherten zugunsten der gesetzlich Versicherten handeln, für das es weder eine sachliche Rechtfertigung noch eine rechtlich tragfähige Begründung gibt.

Angesichts des demografischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung der Menschen steht das Prinzip Kapitaldeckung auch in der Pflege für eine zukunftsfeste und generationengerechte Finanzierung. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und sich darum mit der Einführung der staatlich geförderten, ergänzenden Pflegeversicherung für eine Ausweitung der Kapitaldeckung in der Pflege entschieden.