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IW-Köln: Zwei-Säulen-Strategie in der Pflegefinanzierung

© iStock @dragana991

 

Ob Sockel-Spitze-Tausch, Pflegevoll- oder Pflegebürgerversicherung: Aktuell werden viele Modelle über die künftige Finanzierung der Pflegeversicherung diskutiert. Parallel zu diesen Überlegungen, die trotz des demografischen Drucks darauf setzen, das Umlagesystem weiter auszubauen, hat das IW Köln ein Konzept vorgelegt, das Kapitaldeckung als zusätzliches Finanzierungselement einbezieht.

Um den Anstieg des Eigenanteils an den Pflegekosten zu begrenzen, ergänzt der IW-Vorschlag das heutige System der Pflegefinanzierung um eine zweite, kapitalgedeckte Säule: Dabei übernimmt die Pflegepflichtversicherung einen gesetzlich fixierten Anteil an den Gesamtkosten (Säule I), eine kapitalgedeckte Eigenanteilsversicherung den verbleibenden Teil (Säule II). Ob es dabei einen Selbstbehalt geben und ob die zweite Säule verpflichtend bzw. freiwillig sein soll, überlassen die Kölner Wissenschaftler der Politik.

Neben der Kostenkontrolle für jeden einzelnen Pflegebedürftigen hat die „Zwei-Säulen-Strategie“ einen weiteren Vorteil: Sie macht eine faire Kostenverteilung unter allen Generationen möglich. Mit der Mischung von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren können die im Umlagesystem der sozialen Pflegeversicherung angelegten Belastungen für die jüngeren und zukünftigen Generationen begrenzt und perspektivisch sogar verringert werden.

Der PKV-Verband hat kürzlich ein verwandtes Konzept vorgelegt. Genau wie das IW-Köln baut auch der PKV-Vorschlag eine Brücke zwischen den Generationen. Denn wer die Pflege sozial gerecht reformieren will, darf nicht nur an die bereits heute oder in naher Zukunft Pflegebedürftigen denken.

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