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HPV-Impfquote steigt mit jüngeren Altersjahrgängen

© iStock @Nastco

 

09.07.2019

In Deutschland erkranken jährlich 4.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Weltweit handelt es sich um den vierthäufigsten Tumortyp bei Frauen. In der Wissenschaft gilt es heute als gesichert, dass eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) zu den Hauptauslösern von Gebärmutterhalskrebs gehört. Die Viren sind weltweit verbreitet und werden beim Sex übertragen.

Studien weisen auf hohen Schutzeffekt durch HPV-Impfungen hin

Doch das Risiko einer schwerwiegenden Erkrankung lässt sich möglicherweise reduzieren, wie die Studie eines internationalen Forscherteams der kanadischen Universität Laval zeigt. Die Wissenschaftler nahmen die einzelnen nationalen Impfprogramme verschiedener Industrienationen genauer unter die Lupe. Sie verglichen die Entwicklung von HPV-Infektionen und Symptomen über die Zeiträume vor und nach der Einführung der Impfungen. Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich: Die Infektionen mit den als besonders gefährlich eingestuften HPV-Typen sanken bei Mädchen im Alter von 13 bis 19 um 83 Prozent und bei Frauen zwischen 20 und 24 Jahren um 66 Prozent. In Ländern mit besonders hohen Impfraten wurden rund 57 Prozent weniger Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs festgestellt.

Die kanadische Studie zeigt allerdings auch, dass Deutschland im Vergleich zu nordeuropäischen Staaten oder Australien erheblich geringere Impfquoten aufweist. Dennoch deuten Zahlen aus Deutschland darauf hin, dass auch hierzulande diese Form der Krebsprävention an Bedeutung gewinnt.   

Bei weiblichen Versicherten in der Privaten Krankenversicherung steigt die Impfquote mit den jüngeren Geburtenjahrgängen, wie das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) in einer Analyse herausfand. Erhielten in den Jahrgängen von 1990 bis 2000 etwa 45 Prozent der Frauen eine Schutzimpfung, stieg die Impfquote bei den jüngeren Geburtenjahrgängen 1994 und 1999 auf 49 Prozent.

Private Krankenversicherung: Vorreiter bei der Erstattung des HPV-Impfschutzes  

Seit 2006 ist die Impfung in Deutschland zugelassen und seit 2007 besteht eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Mädchen. 2018 wurde diese durch die Impfempfehlung für Jungen ergänzt. Rund 3.200 Privatversicherte kamen bereits kurz nach der Zulassung im Jahr 2006 der HPV-Impfschutz zugute.

 

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