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Beratung für Betroffene von Menschenhandel

 

29.07.2016

Der 30. Juli ist Welttag gegen Menschenhandel. In fast allen Ländern der Welt gibt es diese extreme Form wirtschaftlicher und körperlicher Ausbeutung von Menschen – auch in Deutschland. Betroffen sind sehr häufig Frauen und Kinder. Sie zu erreichen stelle oft eine besondere Herausforderung dar, berichtet Naile Tanış, Geschäftsführerin des Koordinierungskreises gegen Menschenhandel (KOK e.V.), im Interview mit dem Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“.

Zugang zu Betroffenen bleibt große Herausforderung

Zum einen sei es häufig schwierig, überhaupt in Kontakt mit Betroffenen zu treten, um sie über bestehende Unterstützungsangebote zu informieren. Zum anderen falle es vielen Betroffenen schwer, sich Dritten gegenüber zu öffnen – etwa aus Scham oder weil sie von Täter/-innen bedroht oder unter Druck gesetzt werden. „Ein Vertrauensverhältnis aufzubauen benötigt oft viel Zeit“, so Naile Tanış. Für die Geschäftsführerin des Koordinierungskreises gegen Menschenhandel (KOK e.V.) ist das Hilfetelefon ein wichtiges ergänzendes Angebot für Betroffene von Menschenhandel.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet Betroffenen von Menschenhandel mit seinem mehrsprachigen Beratungsangebot unkompliziert und niedrigschwellig einen zentralen Zugang zu Rat und Unterstützung. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 und online unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene und deren Angehörige, Personen aus dem sozialen Umfeld sowie Fachkräfte anonym und kostenfrei beraten lassen – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Bei Bedarf werden Dolmetscherinnen in 15 Fremdsprachen zu den telefonischen Beratungsgesprächen hinzugeschaltet.

Die Private Krankenversicherung unterstützt das Angebot des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“.

Lesen Sie das ganze Interview mit Naile Tanış und erfahren Sie mehr über das Angebot des Hilfetelefons.