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Heal Capital Day präsentiert Investments des PKV-Fonds

Das Team von Heal Capital

© Jonas Friedrich

 

17.09.2020

20 private Krankenversicherer, knapp 90 Millionen Kapital, 1.500 geprüfte und 3 getätigte Investments: So liest sich die Bilanz nach einem Jahr Heal Capital, dem Venture-Capital-Fonds der Privaten Krankenversicherungen. Der erste Heal Capital Day am 16. September lieferte einen Rückblick, viele Hintergründe – und einen Ausblick auf die künftigen Themen und Investitionen im Bereich Digital Healthcare.

Als „Erfolgsgeschichte mit großer Resonanz in der Szene“ beschrieb PKV-Verbandsdirektor Dr. Florian Reuther den Start von Heal Capital. Alle Mitgliedsunternehmen können sich an dem Fonds – einer der ersten speziell für den digitalen Gesundheitsmarkt – beteiligen. Der Fokus liegt auf europäischen Unternehmen, die Prozesse entlang des „Digital Patient Journey“ vereinfachen. Zielvolumen des Fonds sind 100 Millionen Euro.

Das erste Heal-Capital-Investment zählt zu den sogenannten Enablern: Das niederländische Unternehmen Siilo hat einen sicheren Smartphone-Messenger für medizinisches Personal entwickelt. „Wir wollen die Workflows vereinfachen und die Arbeitsqualität verbessern“, erläuterte der Siilo-Gründer und CEO Joost Bruggeman im Rahmen des Heal Capital Days. Bruggeman ist selbst Chirurg und war lange Zeit frustriert von den aufwendigen, teilweise unsicheren Kommunikationswegen unter Medizinern.

Unternehmen, die in den nächsten Jahren zum Massenphänomen werden

Mit Infermedica investiert Heal Capital in ein Diagnose-Tool: einen Symptom-Checker, der mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz sogenannte Triage-Entscheidungen ermöglicht. Die Software liefert Ersteinschätzungen von Symptomen und Risikofaktoren und kann so dazu beitragen, dass weniger Menschen unnötigerweise die Notaufnahmen belasten – oder unseriösen Internetquellen vertrauen. „Wir lösen das Problem von Dr. Google“, beschrieb Infermedica-Gründer Piotr Orzechowski einen Zweck seines Unternehmens.

Das jüngste Heal-Capital-Investment geht in den Bereich der Therapie: CereGate hat eine Software-Plattform für Neuromodulations-Therapien entwickelt. Mithilfe von Implantaten im Gehirn oder im Rückenmark können Symptome wie Gang- und Gleichgewichtsprobleme, zum Beispiel bei Parkinson-Patienten, behandelt werden. Die CereGate-Software soll völlig neue Therapieformen ermöglichen. „Wir übersetzen Informationen aus der Außenwelt in die Innenwelt der Patienten“, erklärte der Gründer und Geschäftsführer Bálint Varkuti gegenüber den fast 50 Teilnehmern der virtuellen Veranstaltung.

Eckhardt Weber, gemeinsam mit Dr. Christian Weiß Geschäftsführer von Heal Capital, beschreibt, wie der Fonds bei seinen Investmententscheidungen vorgeht: „Wir wollen die Unternehmen identifizieren, die in den nächsten Jahren zum Massenphänomen werden.“ Dass bereits die ersten Nachahmer ein gleiches oder ähnliches Thema besetzen, sieht er als Auszeichnung.

 

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