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Häusliche Pflege: Mehr Geld für gute Beratung

© iStock @Halfpoint

 

11.09.2019

Der Pflegedienst der Nation ist die häusliche Pflege. Von den 3,4 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden 76 Prozent, das sind 2,6 Millionen, zu Hause versorgt. 1,8 Millionen werden sogar allein von Angehörigen und ganz ohne einen ambulanten Pflegedienst gepflegt.

Genau wie in der professionellen stationären und ambulanten Pflege muss eine gute Versorgung durch die Angehörigen gewährleistet sein. Aus diesem Grund sieht der Gesetzgeber in regelmäßigen Abständen eine verpflichtende, persönliche Beratung vor. Bei dieser besprechen Angehörige mit Fachpersonal individuell den Pflegeaufwand, erhalten Tipps und werden angeleitet.

2 Millionen Mehraufwendungen für häusliche Beratungsgespräche

Die Private Pflegeversicherung (PPV) finanziert diese Beratungsgespräche zusammen mit der Sozialen Pflegeversicherung. Im laufenden Jahr sind die Entgelte für häusliche Beratungsgespräche durch die Änderungen im Rahmen des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) deutlich gestiegen. Allein dadurch entstehen der PPV Mehraufwendungen von etwa 2 Millionen Euro pro Jahr.

Das hat folgende Gründe: Mit dem PpSG hat der Gesetzgeber die für die einzelnen Pflegegrade festgelegten Vergütungssätze aufgehoben. Seit Januar 2019 wird die Höhe der Vergütung für die Beratung zwischen den Pflegekassen und den zugelassenen Pflegediensten in Verhandlungen vereinbart. Gleichzeitig erfordern gestiegene Qualitätsstandards in der Pflege eine umfassendere und intensivere Beratung.

Wie häufig die Beratungsgespräche von Angehörigen in Anspruch genommen werden müssen, ist abhängig vom Pflegegrad des Bedürftigen. Nach § 37 Abs. 3 Elftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) müssen Pflegebedürftige, die Pflegegeld beziehen, bei Pflegegrad zwei und drei halbjährlich einmal, bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich einmal eine Beratung abrufen.

 

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