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RWI-Studie: Einheitsversicherung gefährdet den wirtschaftlichen Wohlstand

22.08.2013

Die Einführung einer Bürgerversicherung wird mittelfristig das Wachstum der deutschen Wirtschaft hemmen und wäre wohlfahrtsmindernd. Das ist eines der Ergebnisse einer neuen Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (PDF-Dokument)(RWI).

Im Auftrag des PKV-Verbandes haben die Forscher die volkswirtschaftlichen Kosten und Nebenwirkungen einer Bürgerversicherung bis 2040 untersucht. Ihr Fazit: Ein Ende der Privaten Krankenversicherung (PKV) als zweites Finanzierungssystem wirkt sich nachteilig auf die Entwicklung des BIP und der Beschäftigung in Deutschland aus. Kritisch sieht das RWI auch die geplante Ausweitung der Umlagefinanzierung auf alle Versicherten. Denn die Alterungsrückstellungen der Privatversicherten tragen wesentlich zur Nettovermögensbildung der Volkswirtschaft bei.

Eine Bürgerversicherung wäre dem RWI zufolge aber nicht nur für die Volkswirtschaft, sondern auch für gesetzlich Versicherte ein schlechtes Geschäft: So schütze die Existenz der PKV die Gesetzliche Krankenversicherung unter anderem davor, zu einem „zweiten Finanzamt“ ausgebaut zu werden.