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Nationaler Präventionsbericht: Grund zum Optimismus

 

25.06.2019

Im Jahr 2015 ist das Präventionsgesetz in Kraft getreten. Heute wird erstmals Bilanz gezogen: Die Nationale Präventionskonferenz (NPK) hat dem Bundesministerium für Gesundheit den ersten trägerübergreifenden Präventionsbericht übergeben.

In seiner Erstausgabe bietet der Präventionsbericht eine Bestandsaufnahme der Aktivität des Jahres 2017 und der gesammelten Erfahrungen der NPK-Träger – der gesetzlichen Sozialversicherungen und der PKV als weiteres stimmberechtigtes Mitglied.

Künftig wird der Präventionsbericht alle vier Jahre einen Überblick bieten über das Engagement zur Förderung der Gesundheit, Sicherheit und Teilhabe in Lebenswelten wie Kommunen, Schulen oder Pflegeeinrichtungen. Er beschreibt detailliert, was die an der Nationalen Präventionskonferenz beteiligten Institutionen – darunter auch Bund, Länder und Kommunen – zur Prävention und Gesundheitsförderung beitragen. Darüber hinaus bietet der Bericht konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Prävention in Deutschland.

Bundesweiter Aufbau von Präventionsstrukturen

Das Fazit der gut 320 Seiten: Die nationale Präventionsstrategie befindet sich auf einem guten Weg. Seit Inkrafttreten des Präventionsgesetzes haben die Sozialversicherungen und die Private Kranken- und Pflegeversicherung viel auf den Weg gebracht, um die lebens- und arbeitsweltbezogene Gesundheitsförderung und Prävention weiterzuentwickeln.

So haben die an der NPK beteiligten Institutionen im Jahr 2017 über 1,8 Milliarden Euro in die Prävention investiert. Zum Vergleich: Fünf Jahre früher waren die Ausgaben mit 1,3 Milliarden Euro noch deutlich geringer. Deutschlandweit sind Strukturen und Prozesse entstanden, um Gesundheitsförderung und Prävention zu verzahnen und zielgerichtet weiterzuentwickeln.

Die Träger der NPK und die PKV blicken daher optimistisch in die Zukunft. Sie hatten im Präventionsgesetz den Auftrag erhalten, zusammen eine nationale Präventionsstrategie zu entwickeln und fortzuschreiben. Dazu gehört neben dem Präventionsbericht vor allem die Vereinbarung bundeseinheitlicher Rahmenempfehlungen. Darin sind die drei Ziele „Gesund aufwachsen“, „Gesund leben und arbeiten“ sowie „Gesund im Alter“ definiert.

Prävention wichtig für alternde Gesellschaft

Dass Prävention auch einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung unserer alternden Gesellschaft leisten kann, machte Dr. Timm Genett, Geschäftsführer Politik beim PKV-Verband, bei der öffentlichen Vorstellung des Präventionsberichts deutlich.

Das Präventionsgesetz habe den Zielbereich „Gesund im Alter“ deutlich aufgewertet, erläuterte Genett. Die NPK-Mitglieder setzen sich daher dafür ein, dass die von ihnen finanzierten Maßnahmen zu einer spürbaren gesundheitlichen und damit gesellschaftlichen Ressource in der alternden Gesellschaft werden. Es komme darauf an, eine selbstbestimmte und möglichst selbstständige Lebensführung älterer Menschen zu fördern. Der Auf- und Ausbau entsprechender qualitätsgesicherter Angebotsinfrastrukturen stehe ganz oben auf der Agenda.

„Besonders groß ist der Bedarf an solchen Maßnahmen in benachteiligten ländlichen Regionen“, erklärte Genett. Gerade dort sei die proportionale Verteilung von jung zu alt dramatisch – und dies werde sich noch stärken.

Auch im Bereich Qualitätssicherung streben die NPK-Akteure Verbesserungen an: Zwar scheint eine zunehmende Professionalisierung stattzufinden, einzelne Akteure sehen sich aber noch vor Herausforderungen, Qualitätssicherung und Evaluationen gut umzusetzen.

PKV in wichtigen Präventionsfeldern aktiv

Die PKV engagiert sich schon seit Jahren aus gesellschaftlicher Verantwortung in wichtigen Präventionsbereichen für die Aufklärung und Gesundheitsförderung aller Bürger.

Sie finanziert Maßnahmen für die Prävention von HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, für die Prävention von Alkoholmissbrauch durch Jugendliche sowie für ein Programm zur Prävention von und bei Pflegebedürftigkeit im Alter. Darüber hinaus hat der PKV-Verband im Jahr 2015 die gemeinnützige „Stiftung Gesundheitswissen“ gegründet. Ihr Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz der gesamten Bevölkerung zu erhöhen.

Download:

Präventionsbericht der Nationalen Präventionskonferenz (PDF 3 MB) (PDF-Dokument, 2.7 MB)

Präventionsbericht - Kurzfassung (PDF 1 MB) (PDF-Dokument, 425.1 KB)

 

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