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Erfreulich: Aktuelle Rentnergeneration gut für Pflegekosten gerüstet

© iStock @Cecilie_Arcurs

 

11.09.2020

Etwa 70 Prozent aller deutschen Haushalte, in denen der sogenannte Haushaltsvorstand über 65 Jahre alt ist, könnte sich einen bis zu dreijährigen Aufenthalt im Pflegeheim leisten – aus eigenen Mitteln und ohne zusätzliche Hilfen von Angehörigen oder dem Staat. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Fazit der Autoren: Es zeige sich, „dass die pauschale Annahme, dass für den Großteil der Menschen in Deutschland Pflege eine Armutsfalle sei, so nicht zutrifft.“

Pflege nachhaltig finanzieren

Dies gilt zumindest für die heutige Rentnergeneration. Dennoch nehmen einige politische Akteure bevorzugt die vergleichsweise wohlhabenden, sogenannten „pflegenahen Jahrgänge“ in den Blick, wenn es um die anstehende Reform der Pflegefinanzierung geht: Von Deckelung der Eigenanteile ist da die Rede oder sogar vom Umbau der Pflege- in eine Vollkaskoversicherung. Davon würden dann alle Pflegebedürftigen profitieren – also auch jene übergroße Mehrheit, die laut IW-Studie gar keine zusätzliche Hilfe benötigt.

Aufkommen müsste für diese Leistungsausweitung die Generation der jüngeren Steuer- und Beitragszahler: Angesichts des demografischen Wandels mit seiner steigenden Zahl älterer Menschen und schrumpfenden Neujahrgängen drohen da gewaltige Belastungen. Eine generationengerechte Pflegereform darf deshalb nicht nur die bereits heute oder in naher Zukunft Pflegebedürftigen ins Auge fassen. 

Ein neuer Generationenvertrag für die Pflege

Der Verband der Privaten Krankenversicherung setzt sich für eine solch nachhaltige Finanzreform der Pflegeversicherung ein. Ein neuer Generationenvertrag soll die Belastung der Älteren durch steigende Eigenanteile gezielt abfedern und zugleich die Jüngeren beim Aufbau einer privaten Eigenvorsorge unterstützen. So könnte der Beitragssatz zur Pflegeversicherung langfristig auf dem heutigen Niveau nahe 3 Prozent stabilisiert werden.

 

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