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E-Health-Infrastruktur: Eine Lösung für alle Patienten muss her

Zwei Ärzte beraten einen Patienten mithilfe eines Tablet-Computers.

© @RoBeDeRo

 

21.06.2019

Deutschland hat bei der digitalen Infrastruktur im Gesundheitswesen noch Nachholbedarf. Mit dem geplanten Digitale Versorgung Gesetz (DVG) soll sich die Digitalisierung beschleunigen. Ein genauer Blick auf den Entwurf zeigt aber, dass an einigen Stellen noch nachjustiert werden muss.    

Deutschland hinkt bei der Digitalisierung hinterher

Im europäischen Vergleich klafft eine große Lücke bei E-Health-Angeboten, wie Ende letzten Jahres eine Studie der Bertelsmann Stiftung herausfand. Das Ergebnis fiel allen voran für Deutschland wenig schmeichelhaft aus, denn das deutsche Gesundheitswesen landete unter 17 europäischen Ländern auf dem vorletzten Platz. Während Patienten und Ärzte in Ländern wie Estland, Dänemark oder Spanien bereits auf zahlreiche digitale Anwendungen zugreifen, fehlt es anderswo noch am Unterbau – so auch in Deutschland. Das will die Bundesregierung ändern.

Digitale Versorgung-Gesetz bisher nur für gesetzlich Versicherte

Das DVG soll die gesetzliche Grundlage bieten, um die digitale Infrastruktur und die E-Health-Grundversorgung auszubauen. Der PKV-Verband begrüßt die grundsätzliche Stoßrichtung der Initiative. Durch die Einführung einer versichertenzentrierten Patientenakte stärkt der Gesetzgeber E-Health in der medizinischen Grundversorgung. Allerdings besteht noch ein grundlegendes Defizit: Der Entwurf berücksichtigt bisher lediglich die gesetzlich Versicherten.

E-Health-Infrastruktur muss allen Patienten zu Gute kommen 

Die Belange aller weiteren Patientengruppen – dazu gehören privat Vollversicherte, privat Zusatzversicherte sowie Beihilfeberechtigte – müssen ebenso Berücksichtigung finden. Es ist daher notwendig, den Zugang zur Telematikinfrastruktur (TI) auch diesen Menschen zu ermöglichen. Nur der diskriminierungsfreie Zugang zur TI kann gewährleisten, dass alle Versicherten gleichermaßen von der medizinischen Grundversorgung profitieren.

Zudem sollten Patienten unabhängig ihres Versichertenstatus in den Genuss von gematik-zertifizierten Anwendungen kommen dürfen. Der Gesetzgeber muss alle Beteiligten in die digitale Versorgungsinfrastruktur einbinden. Denn der Austausch zwischen allen Akteuren im Gesundheitswesen ist für das duale System der Krankenversicherung zwingend erforderlich.

Hier lesen Sie die aktuelle Stellungnahme des PKV-Verbands zum Entwurf eines Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (PDF-Dokument) (Digitale Versorgung-Gesetz).

 

 

 

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