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Deutliche Steigerung bei Gesundheitsausgaben

© iStock @gorodenkoff

 

16.08.2019

Gesundheit ist ein hohes und vor allem kostspieliges Gut. Das zeigen die wachsenden Aufwendungen, die in Deutschland Jahr für Jahr für gesundheitsspezifische Waren und Dienstleistungen benötigt werden. 2017 stiegen die Gesundheitskosten mit insgesamt 376 Milliarden Euro um 4,7 Prozent (16,9 Mrd. Euro) deutlich gegenüber 2016. Pro Kopf wuchsen die Gesundheitskosten durchschnittlich um 189 Euro auf 4.544 Euro.

Kostensteigerungen sind im Gesundheitsbereich kein Einzelfall. Seit 2008 ist bei den Gesundheitsausgaben insgesamt ein Zuwachs von 41 Prozent zu verzeichnen. Das belegen auch die aktuellen Ergebnisse aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Hessen liegt mit 43 Prozent, in Summe 28,3 Mrd. Euro, sogar noch über dem Bundeswert. In allen Bundesländern lagen die Kostensteigerung zwischen 4,5 und 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Den höchsten Zuwachs aller Ausgabenträger verzeichnete 2017 die soziale Pflegeversicherung. Am deutlichsten stiegen die Kosten in Sachsen-Anhalt. Dort mussten je Einwohner rund 111 Euro mehr ausgegeben werden (ein Plus von 21,7 Prozent), in Summe 622 Euro. Ursache hierfür ist das Inkrafttreten des dritten Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017. Das Gesetz regelte u.a. die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade, die Leistungen in den Pflegegraden und die zusätzlichen pflegerischen Betreuungsleistungen in der Hilfe zur Pflege.

Auch der Anteil der Privaten Krankenversicherung an den Gesundheitsausgaben ist insgesamt kräftig gestiegen. In Rheinland-Pfalz liegen die Aufwendungen mit 9,4 Prozent sogar deutlich über dem Bundesdurchschnitt (8,4 Prozent). Je Einwohnerin bzw. Einwohner wendete sie im Schnitt 437 Euro auf (Deutschland: 382 Euro).

 

Aktuelle Zahlen vom Statistischen Landesamt Hessen

Aktuelle Zahlen vom Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz

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