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Covid-19: Tipps für pflegende Angehörige

© istock: KatarzynaBialasiewicz

 

31.03.2020

Trotz Corona-Pandemie besteht der Pflegealltag für die rund 3,4 Mio. Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen in Deutschland weiter. Die Versorgung der Pflegebedürftigen sicherzustellen und zugleich die gesetzlichen Regelungen einzuhalten, stellt für viele Angehörige derzeit eine Herausforderung dar. Die Pflegeberater*innen von compass private pflegeberatung bieten ihnen telefonisch Unterstützung und helfen ihnen dabei, die Pflegesituation zu organisieren. Wir haben uns bei compass darüber informiert, was in der aktuellen Lage besonders zu beachten ist.

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar: Was sollten pflegende Angehörige berücksichtigen?

Um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, hat compass viele Tipps und Handlungsempfehlungen zur Pflege von Erkrankten zusammengetragen sowie Checklisten (PDF-Dokument) erstellt. Wir raten pflegenden Angehörigen, diese Ratschläge zu beherzigen, wenn ein pflegebedürftiges Familienmitglied an Covid-19 erkrankt sein sollte.

Um sich bei der Pflege selbst zu schützen, sollten sie z. B. wenn möglich ihren erkrankten Angehörigen ein eigenes Zimmer einrichten, Gemeinschaftsräume nicht gleichzeitig nutzen und mehrmals täglich lüften.

Von pflegerischen Fragen abgesehen sind viele Menschen auch verunsichert und suchen nach verlässlichen Entscheidungshilfen zum Thema Arztbesuch. Compass empfiehlt in dieser Frage die Webseite des Bundesgesundheitsministeriums. Hier finden sich nicht nur tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus, sondern auch informative Podcasts, Handlungsempfehlungen und hilfreiche Hotlines.

Was hat sich noch seit dem Ausbruch des Coronavirus für compass verändert?

Die telefonische Pflegeberatung von compasss ist wie gewohnt montags bis freitags von 8:00-19:00 Uhr und samstags von 10:00-16:00 Uhr erreichbar. Es finden aber keine Beratungsbesuche vor Ort mehr statt (nach § 7a SGB XI). Diese erfolgen bis auf Weiteres ebenfalls telefonisch, in gewohnter Beratungsqualität. Damit möchte compass einen Beitrag dazu leisten, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vor einer Corona-Infektion zu schützen.

Bis zum 30. September 2020 hat compass außerdem alle Pflegeberatungen für Bezieher*innen von Pflegegeld ausgesetzt (nach § 37 Abs. 3 SGB XI). Damit folgt compass den Empfehlungen der Bundesregierung. Die PKV-Unternehmen werden in diesem Zeitraum keine Kürzung des Pflegegeldes vornehmen, wenn eine Beratung nicht in Anspruch genommen wird. Ab dem 01.10.2020 finden die Beratungen wieder in den vorgesehenen halb- bzw. vierteljährlichen Rhythmen statt.

Gibt es weitere hilfreiche Anlaufstellen für Betroffene?

Senioren, die etwas dazulernen möchten, finden im Projekt Digital Kompass https://www.digital-kompass.de/ nützliche Informationen und Tipps darüber, wie sie ihren Alltag während der Corona-Krise mit digitalen Mitteln abwechslungsreich gestalten und Unterstützung erhalten können.

Aufgrund der aktuellen Einschränkungen hat das Silbernetz https://www.silbernetz.org/  sein Silbertelefon bundesweit freigeschaltet. Hier können alle Seniorinnen und Senioren über 60 kostenfrei und anonym anrufen und sich unterhalten. Wer einfach ein bisschen reden möchte, kann das hier täglich von 8 bis 22 Uhr.

Zur Unterstützung von Menschen mit seelischen Erkrankungen oder Behinderungen und von deren Angehörigen, die aufgrund der aktuellen Einschränkungen notwendige Angebote nicht mehr nutzen können, bietet rettungs-ring.de ein virtuelles Beratungs- und Betreuungsangebot für Menschen in psychischen Krisen.

Auch andere Stellen bieten entsprechende Informationen und konkrete Entscheidungshilfen. Um in Zeiten des Coronavirus die bestmögliche Versorgung der Patient*innen zu ermöglichen, hat die Charité Berlin in Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation Data For Life die CovApp entwickelt. Mit der App und ihrem Fragebogen erhalten Nutzer bereits zu Hause eine Entscheidungshilfe, ob sie die Untersuchungsstelle aufsuchen sollten und ob ein COVID-19-Test sinnvoll ist. Diese App erbringt keine diagnostischen Leistungen. Die Nutzer erhalten aber nach Beantwortung des Fragenkatalogs konkrete Handlungsempfehlungen und Ansprechpartner.

 

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