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Corona-Krise: Moderater Anstieg im Basistarif

13.08.2020

Im ersten Halbjahr 2020 ist die Zahl der Versicherten im PKV-Basistarif nur leicht von 32.400 auf rund 33.000 Personen gestiegen. In der Berichterstattung zum Zweiten COVID-19-Bevölkerungsschutz-Gesetz hatte es in der Presse Spekulationen über einen deutlicheren Zuwachs gegeben. Dem vorausgegangen war eine Prognose der Bundesregierung, nach der bis zu 290.000 der etwa eine Million privatversicherten Selbstständigen infolge der Corona-Krise Grundsicherung beziehen und damit ihre regulären Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr bezahlen könnten.

Der Basistarif ist einer von drei PKV-Sozialtarifen und richtet sich vor allem an Menschen, die vorher gar nicht versichert waren. Wer sich privat krankenversichern muss, hat für den Basistarif eine Aufnahmegarantie – unabhängig vom Alter und möglichen Vorerkrankungen. Der Wechsel aus einem PKV-Normaltarif in den Basistarif kann aber auch eine Option für hilfebedürftige Versicherte sein. Denn mit Nachweis der Hilfebedürftigkeit reduziert sich der Beitrag um die Hälfte. Durch die Beitragshalbierung für Hilfebedürftige beträgt der durchschnittliche Zahlbetrag im Basistarif etwa 380 Euro. Bezieher von Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich: Hartz IV) müssen im Basistarif überhaupt keinen Eigenbetrag leisten. Zum Jahresende 2019 waren knapp 60 Prozent  der Versicherten im Basistarif hilfebedürftig.

Detaillierte Informationen zum Basistarif erhalten Sie in unserer Broschüre: Alternativen in jeder Lebenslage (PDF-Dokument)

PKV-Unternehmen bieten Selbstständigen mit Finanzproblemen gute Alternativen zum Basistarif

Vom historischen Wirtschaftsabschwung in der Corona-Pandemie sind natürlich auch viele Selbstständige und Freiberufler betroffen. Der PKV-Verband hatte in seinen Stellungnahmen zum Zweiten COVID-19-Bevölkerungsschutz-Gesetz das Engagement der Politik ausdrücklich begrüßt und Betroffenen mit Zahlungsschwierigkeiten die Empfehlung gegeben, sich zunächst direkt an den Versicherer zu wenden. Zahlreiche PKV-Unternehmen bieten ihren versicherten Selbstständigen und Freiberuflern, die trotz der staatlichen Hilfsprogramme in der Corona-Krise vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten haben, alternative individuelle Lösungen zum Basistarif an, z.B. Teilleistungen dauerhafte oder vorübergehende Tarifwechsel sowie Stundungsvereinbarungen.

Eine weitere gute Alternative ist den Betroffenen, die nach dem 1. Januar 2009 in die PKV gewechselt sind, dagegen bedauerlicherweise auch weiterhin verschlossen: Der Standardtarif. Dieser bewährte PKV-Sozialtarif würde gerade für ältere Selbstständige eine große Beitragsentlastung bedeuten. Zum Jahresende 2019 lag der durchschnittliche Zahlbetrag im Standardtarif bei etwa 320 Euro. Der PKV-Verband fordert deshalb, den gut funktionierenden Standardtarif jetzt auch für alle jüngeren Privatversicherten zu öffnen. Dieser Forderung hatte sich auch der Bund der Versicherten (BdV) angeschlossen.

 

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