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CDA für Pflege-Zusatzversicherung per Tarifvertrag

© istock: alvarez

 

21.10.2019

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) unterstützt die Forderung der Chemiegewerkschaft IG BCE für eine arbeitgeberfinanzierte Pflegezusatzversicherung.

„Das ist ein innovativer Vorschlag, der auch in anderen Tarifverträgen aufgegriffen werden sollte“, zitiert der „Versicherungsmonitor“ CDA-Vize Alexander Krauß. Die Pflege gehöre genauso in Tarifverträge wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die IG BCE will allen 580.000 Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen Industrie eine entsprechende Pflege-Vorsorge per Tarifvertrag zukommen lassen. Die Frage des Pflegerisikos im Alter „brennt den Beschäftigten auf den Nägeln“, begründet der Verhandlungsführer und Vizechef der IG BCE, Ralf Sikorski, den innovativen Vorstoß.

Da es sich um einen Gruppenvertrag handelt, entfällt bei einer betrieblichen Krankenversicherung in der Regel die Gesundheitsprüfung. Die Versicherten können die Leistungen daher unabhängig von Vorerkrankungen in Anspruch nehmen. Die künftige tarifliche Pflegezusatzversicherung soll nach Vorstellungen der Gewerkschaft die Finanzierungslücke bei Eintritt des Pflegefalls schließen.

Vollversicherung fährt Pflege „gegen die Wand“

Angesichts des hohen Eigenanteils im Heim sei eine Pflegezusatzversicherung durchaus sinnvoll, argumentiert auch Krauß. Eine so genannte Pflege-Vollversicherung, wie sie die SPD fordert, hält er dagegen für keine Lösung: „Damit würden die Kosten vollkommen ausufern und die Pflegeversicherung gegen die Wand gefahren“.

Vor kurzem hat auch das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) deutliche Kritik an den Pflege-Vollversicherungsplänen der SPD geübt. Das Konzept sei „unüberlegt und unausgereift“, bemängelt die IW-Expertin für Soziale Sicherung, Susanna Kochskämper. Denn in einer Pflege-Vollversicherung würden die Beitragssätze „enorm steigen“.

 

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