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Pflegefinanzierung: Mehr private Vorsorge erforderlich

15.02.2019

Der Bundestag debattiert über die Finanzierung der Pflege in Deutschland. Nach Auffassung der Privaten Krankenversicherung sollten sich die Abgeordneten dabei dringend auf einen Ausbau der kapitalgedeckten, generationengerechten Vorsorge verständigen.

Denn in den kommenden Jahrzehnten wird die Umlagefinanzierung der gesetzlich Pflegeversicherten an ihre Grenzen stoßen. Immer mehr Ältere werden immer mehr Pflegekosten verursachen – während zugleich die Zahl der erwerbsfähigen Beitragszahler stark sinkt. Die PKV steht bereit, mehr Menschen kapitalgedeckt abzusichern, um auf diese Weise die zukünftigen Steuer- und Beitragszahler zu entlasten.

Die Überlegenheit der Finanzierung mit Alterungsrückstellungen zeigt sich in der Pflegeversicherung besonders eindrucksvoll: Seit ihrer Einführung 1995 haben Zins und Zinseszins dazu geführt, dass die Beiträge in der Privaten Pflegepflichtversicherung weniger stark steigen mussten. Und seit 2012 sind sie im Schnitt sogar niedriger als in der Sozialen Pflegepflichtversicherung – bei identischen Leistungen und anhaltendem Aufbau weiterer Rückstellungen.

Vor diesem Hintergrund begrüßen wir den Antrag, den die FDP heute in die Bundestagsdebatte einbringt und der konkrete Vorschläge zur Stärkung der privaten Pflegevorsorge enthält.

Dagegen führen die Forderungen der Linksfraktion in die Irre: Sie beantragt einen „Finanzausgleich“ zwischen Privater (PPV) und Sozialer Pflegeversicherung (SPV) und mittelfristig die „vollständige Integration“. Begründet wird das mit dem steigenden Finanzbedarf der Pflegeversicherung und mit einem angeblich geringeren Pflegerisiko der Privatversicherten.

Diese Behauptung hat allerdings mit der Wirklichkeit wenig zu tun: So liegt das Durchschnittsalter der privat Pflegeversicherten mit 46 Jahren schon jetzt höher als das Durchschnittsalter in der SPV mit knapp 44 Jahren. Und der Anteil schwer Pflegebedürftiger in den höheren Pflegegraden 4 und 5 ist in der PPV deutlich größer als in der SPV.

Das zeigt sich auch an den Ausgaben für Pflegeleistungen: Sie lagen 2017 in der PPV mit 1.016 Euro je Pflegefall und Monat deutlich über den Ausgaben der SPV von 896 Euro. Zwar gibt es in der PPV insgesamt weniger Pflegebedürftige als in der SPV, aber die Risikostruktur ist in der PPV unter dem Strich etwas ungünstiger.

Das Besondere an der Privaten Pflegeversicherung ist, dass sie auf diese reale Risikostruktur nachhaltig vorbereitet ist, weil die Versicherten genau für diese absehbaren Kosten eine kapitalgedeckte Vorsorge aufgebaut haben. Dieses erfolgreiche Vorbild sollte daher genutzt werden, um allen Versicherten in Deutschland eine nachhaltige Eigenvorsorge zu ermöglichen.

 

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