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Beitragsbelastung von GKV-Versicherten steigt seit zehn Jahren stärker als bei Privatversicherten

08.11.2016

Die Beitragseinnahmen je Versicherten nehmen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) seit 2007 stärker zu als in der Privaten Krankenversicherung (PKV). Wie das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) ermittelte, stiegen die Beitragseinnahmen pro Kopf im Zeitraum von 2007 bis 2017 in der GKV um insgesamt 37 Prozent. Dagegen verzeichnet die PKV einen Anstieg der Beitragseinnahmen pro Kopf um insgesamt 35 Prozent bis 2017. Umgerechnet ergibt sich damit seit 2007 ein durchschnittlicher Anstieg um 3,0 Prozent pro Jahr in der PKV, verglichen mit 3,2 Prozent pro Jahr in der GKV. Die für 2017 erwarteten Beitragsanpassungen in PKV-Tarifen hat das WIP bereits berücksichtigt.

Der Vergleich zeigt, wie ähnlich sich die Beiträge entwickeln, so der Direktor des PKV-Verbandes, Volker Leienbach: „Doch während die GKV jedes Jahr automatisch steigende Beiträge erhält, muss die PKV warten, bis die Kosten starre Schwellenwerte übersteigen. Durch diese nachholende Anpassung kann auf mehrere Jahre Beitragsstabilität unvermittelt ein abrupter Anstieg erfolgen.“ Die PKV hat deshalb in Einklang mit Verbraucherschützern Vorschläge gemacht, wie sich die Entwicklung verstetigen lässt. Leider hat die Politik diese bisher nicht aufgegriffen. „Die neuen Zahlen werden hoffentlich helfen, den Gesetzgeber zu überzeugen, dass er hier im Interesse der Versicherten handeln sollte", so Leienbach.

Die Beitragsentwicklung ist bei beiden Kostenträgern vor dem Hintergrund einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung zu sehen, die mit höheren Ausgaben einhergeht. Zudem führt der medizinisch-technische Fortschritt zu Ausgabensteigerungen, gleichzeitig erhöht er aber den Nutzen der Versicherten, indem er vielfach eine bessere Diagnostik und Therapie ermöglicht.

 

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