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Beiträge vorauszahlen und Steuern sparen

© iStock @gece33

 

11.12.2019

Privatversicherte müssen ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge nicht zwangsläufig für das Kalenderjahr in der Steuererklärung angeben, in dem diese angefallen sind. Das ermöglicht es ihnen, ihre Steuerlast zu optimieren.

So gilt nach einem Anwendungsschreiben aus dem Bundesfinanzministerium: Bis zur Höhe von 3 Jahresbeiträgen dürfen private Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge im Voraus gezahlt werden. Der auf die sogenannte Basisabsicherung entfallende Anteil der PKV-Beiträge kann somit in demjenigen Jahr steuerlich geltend gemacht werden, in dem er bezahlt wurde.

Und so funktioniert es

Alle Steuerpflichtigen können nicht nur Belastungen für die Basisabsicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung, sondern auch für „sonstige Vorsorgebeiträge“ von der Steuer absetzen. Für letztere gilt aber eine Maximalgrenze von 1.900 Euro (für Arbeitnehmer und Beamte) beziehungsweise von 2.800 Euro (für Selbstständige). Und auch das nur, sofern dieser Rahmen nicht schon durch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgefüllt ist. Das führt dazu, dass in der Regel kaum sonstige Beiträge vom Finanzamt anerkannt werden.

Zahlen Versicherte ihre PKV-Beiträge nun im Voraus, schöpfen sie zwar die Höchstgrenze in dem Jahr voll aus, in dem die Vorauszahlung anfällt. In den folgenden Jahren besteht dann aber der volle Spielraum und kann für sonstige Versicherungen wie private Zusatzversicherungen genutzt werden. Der finanzielle Vorteil aus diesem Vorgehen kann mehrere Tausend Euro betragen.

Ein weiterer Tipp: Auch sogenannte Beitragsentlastungstarife sind steuerlich absetzbar. Zahlungen dafür kann man in Höhe von drei Jahresprämien ebenfalls im Voraus ansetzen.

 

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