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Arztstatistik: Eigene Praxis nicht im Trend

© istock: Dean Mitchell

 

28.05.2020

Im vergangenen Jahr haben nach jüngsten Angaben der Bundesärztekammer (BÄK) deutschlandweit über 400.000 Ärzte praktiziert. Das sind rund 10.000 mehr als noch im Vorjahr. Doch in welchem Umfeld wollen Ärzte heutzutage arbeiten? Ist die eigene Praxis immer noch das erste Ziel oder ändern sich die beruflichen Ziele?

Antworten bietet die aktuelle Arztzahlstatistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Danach gab es 2019 mehr als dreimal so viele niedergelassene angestellte Ärzte und Psychotherapeuten wie noch vor zehn Jahren. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 9 Prozent auf insgesamt 39.477. Auch Teilzeittätigkeiten stehen bei den Medizinern weiterhin hoch im Kurs. Wie überall in der Gesellschaft spiele  die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei jungen Ärztinnen und Ärzten eine wichtige Rolle, kommentiert der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Gassen, die Ergebnisse.

Kurzer Arbeitsweg und Familie besonders wichtig

Für immer mehr Mediziner ist die eigene Praxis nur bedingt die erste Wahl. Die persönliche Lebensplanung hat sich im Laufe der Jahre verändert und neben den wirtschaftlichen Erfolgsaussichten gewinnen andere Faktoren bei der Karriereplanung an Bedeutung. Diesen Trend spiegelt eine repräsentative Civey-Umfrage des PKV-Verbandes wider. Das Meinungsforschungsinstitut hat 1.000 Ärzte danach befragt, welche Kriterien ihnen bei der Wahl eines Praxisstandorts besonders wichtig wären. Sie ging den Gründen nach, warum sich immer weniger Ärzte auf dem Land niederlassen wollen und stattdessen urbane Ballungsräume bevorzugen.

Mit großem Abstand landete die Entfernung des Arbeitsplatzes vom Wohnort auf dem ersten Platz der PKV-Befragung. Mehr als jeder dritte Mediziner würde seine Standortentscheidung von einem kurzen Arbeitsweg abhängig machen (35,1 Prozent). 19,1 Prozent der Ärzte legen besonders viel Wert auf die Berufschancen für die Partnerin oder den Partner. Auf dem dritten Platz landet das Bildungsumfeld für die Kinder mit 18,6 Prozent, fast gleichauf mit dem Wunsch nach einem urbanen Umfeld (18,3 Prozent).

 

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