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ARD-Magazin „Plusminus“ zeichnet verzerrtes Bild

06.02.2014

Das ARD-Magazin „Plusminus“ hat in seiner Sendung vom 05.02.2014 ein arg verzerrtes Bild der Pflegeversicherung in Deutschland gezeichnet und daraus die Forderung nach einem Radikalumbau zu einem Einheitssystem abgeleitet. Der Bericht beruht nachweislich auf mehreren falschen Behauptungen und Vermutungen.

So wird u. a. berichtet, dass in der Privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) von jährlich zwei Milliarden Euro an Beitragsgeldern nur ein Drittel „gebraucht“, die anderen zwei Drittel als Rücklagen „gehortet“ würden. Diese Darstellung verkennt die Beitragskalkulation in der PPV, in der ein Teil der Beiträge (aktuell rund 60 Prozent) in Form von Alterungsrückstellungen am Kapitalmarkt angelegt und zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden. Die Alterungsrückstellungen der Privatversicherten sind demnach keine Überschüsse, sondern Beitragsteile, die zusätzlich erhoben werden.

Die Macher des Magazinbeitrags hatten die Möglichkeit ungenutzt gelassen, diesen sowie weitere Fakten zur Kenntnis zu nehmen, die ihnen der Verband der Privaten Krankenversicherung auf ihre schriftliche Anfrage hin zur Verfügung gestellt hat:

Antwort des PKV-Verbandes (PDF-Dokument, 139.7 KB)