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Anzahl pflegebedürftiger Menschen steigt konstant

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21.08.2019

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, steigt von Jahr zu Jahr: Seit Einführung der Pflichtversicherung im Jahr 1995 ist sie von 2 Millionen auf inzwischen über 3,4 Millionen angewachsen (Destatis). Dies liegt vor allem daran, dass immer mehr geburtenstarke Jahrgänge das Pflegealter erreichen, also an der Alterung der Gesellschaft.

Nochmals an Dynamik zugelegt hat die Zunahme der Leistungsempfänger seit Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) zum 1. Januar 2017. Durch das Gesetz wurde das dreigegliederte Pflege-Stufenmodell durch die neuen fünf Pflegegrade ersetzt, was den Kreis der anspruchsberechtigten Personen deutlich ausgeweitet hat. Destatis führt den jüngsten Anstieg um über eine halbe Million Leistungsempfänger deshalb auch maßgeblich auf das PSG II zurück. Die bundesweite Pflegequote, d.h. der Anteil der pflegebedürftigen Personen an der gleichaltrigen Bevölkerung, stieg damit innerhalb von nur zwei Jahren von 3,5 auf 4,1 Prozent. Das sind insgesamt 0,6 Prozentpunkte anstatt jener 0,2 Punkte, die ohne das neue Gesetz zu erwarten gewesen wären.

Ein Blick in die Länder zeigt, dass der Osten Deutschlands am stärksten von den Änderungen durch das PSG II betroffen ist. Hier steigen die Pflegequoten, am deutlichsten. Die höchsten Pflegequoten verzeichnen die Länder Mecklenburg-Vorpommern (5,7), Thüringen (5,4) Brandenburg (5,3), Sachsen und Sachsen-Anhalt (beide 5,0). Sie liegen mit Niedersachsen (4,9) und dem Saarland (4,6) deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4,1.

Auch künftig wird die Zahl der Leistungsempfänger weiter steigen. Schon in zehn Jahren geht die Generation der sogenannten Babyboomer in ihren wohlverdienten Ruhestand – und damit in die Lebensphase, in der eine Pflegebedürftigkeit zunehmend wahrscheinlicher wird.

 

 

Anzahl pflegebedürftiger Menschen steigt konstant

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