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Vergleich von GKV und PKV: Studie von Premium Circle geht an Realität vorbei

 

28.12.2018

Die Grünen-Bundestagsfraktion fordert zwischen den Jahren mal wieder die Abschaffung der Privaten Krankenversicherung (PKV) durch eine sogenannte „Bürgerversicherung“. Als Aufhänger muss diesmal eine „Kurzstudie“ der Firma Premium Circle herhalten, die sich als „Informationsdienstleister für die Versicherungs- und Gesundheitswirtschaft“ bezeichnet. Deren Ergebnisse haben mit dem realen Versorgungsgeschehen und den Erfahrungen der Versicherten beim Arzt oder im Krankenhaus nur wenig zu tun.

Fakt ist: Die Deutschen sind mit ihrer medizinischen Versorgung so zufrieden wie nie zuvor – wobei der sehr gute Wert unter den gesetzlich Versicherten (90 Prozent Zufriedenheit laut Allensbach-Umfrage 2017) von den 92 Prozent unter den Privatversicherten noch übertroffen wird. Das mag auch an jenen eindeutigen Leistungsvorteilen der PKV liegen, die offensichtlich nicht auf der selbsterdachten „Checkliste“ der Grünen-Gutachter standen. Zum Beispiel:

  • Volle ärztliche Therapiefreiheit ohne den Druck von Budgetgrenzen
  • schnellerer Zugang zu medizinischen Innovationen
  • ambulante Arzttermine auch im Krankenhaus

Dagegen sind viele Leistungen, die vermeintlich nicht erfüllt werden, sehr wohl Bestandteil der Versorgung von Privatversicherten. Beispiel Palliativversorgung: Darauf gibt es in den Tarifen vieler Privatversicherter zwar formal keinen verbrieften Anspruch, doch in der Praxis haben alle Privatversicherten Anspruch auf Hospiz- und Palliativversorgung. Auch deshalb steht außer Frage: Wer die Versicherten selbst oder auch bei Ärzten, Krankenhäusern und Therapeuten nachfragt, kommt ganz sicher nicht zu dem Ergebnis, dass Privatversicherte schlechter versorgt werden.

 

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