• Vorlesen
  • A A A

Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen rückläufig - Präventionsmaßnahmen zeigen Wirkung

10.02.2015

Die Zahl der jugendlichen „Komasäufer“ ist 2013 laut Statistischem Bundesamt deutlich gesunken. Fast 13 Prozent weniger Kinder und Jugendliche wurden im Jahr 2013 mit der Diagnose akuter Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt. Bundesweit wurden 23.267 junge Menschen im Alter von 10 bis 19 Jahren aufgrund eines akuten Alkoholrausches stationär im Krankenhaus behandelt. Bei den 10- bis 14-Jährigen wurden 3.225 Fälle registriert, bei den 15- bis 19-Jährigen 20.042 Fälle.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) begrüßt die Entwicklung: „Die Zahlen stimmen positiv und zeigen, dass Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise die BZgA-Kampagne Alkohol? Kenn dein Limit. wirken und Jugendliche erreichen.“ Die Kampagne wird seit 2009 vom Verband der Privaten Krankenversicherung finanziert. Thaiss: „Junge Menschen trinken heute seltener Alkohol als früher, das Einstiegsalter und erste Rauscherfahrungen verlagern sich nach hinten. Die rückläufigen Zahlen von Krankenhausaufenthalten aufgrund akuter Alkoholintoxikationen bestätigen den Trend, dass Jugendliche sich zunehmend verantwortungsbewusster im Umgang mit Alkohol verhalten.“

Trotz der erfreulichen Entwicklung bei jungen Menschen bleibe die absolute Zahl der aufgrund eines Alkoholrausches behandelten Personen nach wie vor besorgniserregend hoch. Eine Alkoholintoxikation könne gravierende gesundheitliche Folgen haben. „Jeder Fall ist deshalb ein Fall zu viel und Ansporn für uns, die Präventionsbemühungen intensiv fortzuführen“, betont Dr. Thaiss weiter.