• Vorlesen
  • A A A

3. Fachgespräch zur Zukunft der ärztlichen Vergütung

05.12.2019

„Modernes Vergütungssystem oder Einheitliche Gebührenordnung?“ Unter dieser Fragestellung stand unser Fachgespräch am 4. Dezember in München. Auf gemeinsame Einladung des PKV-Verbandes sowie der Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS) diskutierten die rund 50 Teilnehmer, überwiegend Ärztinnen und Ärzte aus der Region, über die Zukunft der ärztlichen Vergütung. Ähnliche Veranstaltungen hatten zuvor in Münster und Trier stattgefunden.

Auch bei der Runde in München ging es vorwiegend um mögliche Ergebnisse der vom Bundesgesundheitsministerium eingesetzten Kommission für ein modernes Vergütungssystem. Droht eine Zusammenführung von Einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) und Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ)? Was würde das für die Dualität von PKV und GKV bedeuten und wo bliebe die Freiberuflichkeit der Ärzte?

Prominenter Ehrengast

Letztgenannte waren in München besonders prominent vertreten: Auf dem Podium nahm neben dem Geschäftsführer des PVS-Verbandes, Stefan Tilgner, und PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther nämlich auch der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Dr. Klaus Reinhardt, Platz.

Die drängenden Fragen seiner Kolleginnen und Kollegen im Plenum nach dem Termin für eine neue GOÄ beantwortete Dr. Reinhardt so: „Unser gemeinsam mit PKV und Beihilfe erstelltes Konzept ist auf der Zielgeraden. Es ermöglicht Hochleistungsmedizin und fördert die persönliche Zuwendung von Ärzten zu ihren Patienten. Wenn das auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung gelingt, brauchen wir keine Diskussionen mehr über Einheits-Gebührenordnungen zu führen.“

Medizinische Versorgung in ländlichen Regionen

Diesen Gedanken aufgreifend, betonte Florian Reuther, dass eine einheitliche Gebührenordnung keine Versorgungsprobleme lösen könne, dafür aber den Weg in eine sogenannte Bürgerversicherung ebnen würde.

Alle Teilnehmer zeigten sich davon überzeugt, dass eine ungleiche Verteilung von Privatversicherten auf Stadt und Land nicht verantwortlich für den anwachsenden Ärztemangel in manchen Regionen ist. Die PKV hatte in einem Impulsvortrag dargelegt, dass der Mehrumsatz der Privatpatienten nicht nur in Metropolen wie München, sondern gerade auch in ländlichen Regionen existenziell für den Erhalt ärztlicher Praxen ist.   

 

Ähnliche Artikel

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten und um Nutzerverhalten und Marketingmaßnahmen in pseudonymer Form zu analysieren. Indem Sie fortfahren, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies und stimmen den Webanalyse-Maßnahmen zu. Ihr Einverständnis können Sie jederzeit widerrufen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Erweiterte Einstellungen