• Vorlesen
  • A A A

"Welt am Sonntag" ignoriert Zahlen zur Beitragsentwicklung in GKV und PKV

05.11.2017

Die „Welt am Sonntag“ berichtet in der heutigen Ausgabe (5.11.2017) über die erwarteten Beitragsanpassungen in der Privaten Krankenversicherung (PKV) zum Jahreswechsel 2018. Dabei war der Hamburger Sonntagszeitung die künstliche Dramatisierung des Themas offensichtlich wichtiger als dessen sachliche Einordnung. Nur so ist zu verstehen, warum die Autorin in ihrem Artikel „Böse Post von der PKV“ relevante Informationen ausgelassen hat, auf die der PKV-Verband im Zuge der Recherche hingewiesen hatte:

  • 803 Euro pro Monat – so viel müssten privatversicherte Arbeitnehmer im Jahr 2018 für die Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, wenn sie Mitglied in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wären (Kinderlose: 814 Euro). Insgesamt sind die Beiträge der freiwillig Versicherten in der GKV in den vergangenen zehn Jahren um 32,5 Prozent von 606 auf 803 Euro gestiegen.
  • Die Beiträge in der PKV sind in den letzten 10 Jahren weniger gestiegen als in der GKV. Eine Auswertung der jährlichen Beitragseinnahmen je Versicherten von 2008 bis einschließlich 2018 zeigt, dass die Beitragsentwicklung in der PKV mit durchschnittlich 3,05 Prozent pro Jahr deutlich unter dem Anstieg von 3,28 Prozent in der GKV liegt (siehe Grafik).  
 
 
 

So wie die Gesundheitskosten in Deutschland Jahr für Jahr wachsen, so werden auch die Beiträge für die Krankenversicherung grundsätzlich steigen. Deshalb wird es auch im kommenden Jahr in einigen PKV-Tarifen Beitragsanpassungen geben. Auf einer Sonderseite haben wir für Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Beitragsanpassung zusammengestellt und u.a. auch die Ursachen des manchmal sprunghaft wirkenden Wechsels von mehreren Jahren ohne Anpassungen und dann plötzlich stärkeren Beitragserhöhungen erklärt.