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Der Umstieg auf Kapitaldeckung in der Pflegeversicherung ist unumgänglich

In Deutschland existieren zur Zeit zwei Pflegeversicherungen, eine umlagefinanzierte Soziale Pflegeversicherung und die kapitalgedeckte Private Pflegeversicherung:

In der umlagefinanzierten Sozialen Pflegeversicherung werden die laufenden Pflegekosten über aktuelle, in die Umlage eingezahlte Beiträge finanziert. Der demografisch bedingte Anstieg der Zahl der Pflegefälle wird überwiegend von der nächsten Generation getragen werden müssen. Eine Vorsorge wird nicht gebildet. Ergebnis: Die Beitragssätze müssen in Zukunft laufend nach oben angepasst werden.

Im Gegensatz zum Umlageverfahren führt das Prinzip der Kapitaldeckung in der Privaten Pflegeversicherung dazu, dass jede Generation von Versicherten durch Bildung von Alterungsrückstellungen frühzeitig eine Vorsorge für ihr mit dem Alter steigendes eigenes Pflegerisiko bildet. Durch die kapitalgedeckte Finanzierung werden keine Finanzierungslasten auf kommende Beitragszahlergenerationen verschoben.

Mit den höheren Beiträgen in der Privaten Pflegeversicherung wird ein Kapitalstock zur Zukunftsvorsorge und Entlastung der nachfolgenden Generation aufgebaut. Bislang konnten so rund 24 Milliarden Euro Alterungsrückstellungen in der Privaten Pflegeversicherung aufgebaut werden.

Diese Kapitalbildung zahlt sich in der Zukunft aus: Sie stabilisiert die Beiträge zur Privaten Pflegeversicherung im Alter und macht die privat Versicherten von Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung weitgehend unabhängig.

Angenommen, die gesamte Pflegeversicherung würde auf die Kapitaldeckung umgestelllt werden und alle Versicherten würden in Zukunft von Beginn ihres Berufslebens an einen kapitalgedeckten Beitrag für ihr eigenes Pflegerisiko im Alter in die Private Pflegeversicherung bezahlen, könnte der monatliche Beitrag (bei Beibehaltung des heutigen Leistungsniveaus) bei rund 13 Euro je Versicherten liegen.

Der durchschnittliche Beitrag im Umlageverfahren zur Sozialen Pflegeversicherung wird dagegen in Zukunft jedoch auf Jahrzehnte hin weitere Steigerungen erfahren müssen.

Lesen Sie hier mehr: "Die Reformmodelle zur Pflegeversicherung im Überblick." Diskussionspapier 2/2007 des wissenschaftlichen Institutes der PKV. Mehr (PDF) (PDF-Dokument)

 

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