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Die Bürgerversicherung schadet der Mittelschicht

Die Verfechter der Bürgerversicherung verheißen niedrigere Beiträge durch Einbeziehung der Privatversicherten. Klingt gut, aber es ist nur ein „Lockvogel“. In Wirklichkeit ist die Einheitsversicherung ein Modell zum Abkassieren der bürgerlichen Mittelschicht.

Die Grünen, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Linke wollen im neuen Einheitssystem der Bürgerversicherung schlagartig die Beitragsbemessungsgrenze für alle Versicherten um 48 Prozent anheben (von 44.550 auf 66.000 Euro Jahres-Brutto). Die Zeche zahlt die Mittelschicht. Damit die Betroffenen vor dieser massiven Mehrbelastung nicht in die private Krankenversicherung „flüchten“ können, soll zugleich der Weg in die PKV versperrt werden.

Grafik: Beitragsanstieg für Facharbeiter und Angestellte

Die massive Erhöhung der Beitragslast trifft alle gesetzlich Versicherten, die oberhalb der heutigen Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Die Verfechter der Bürgerversicherung wollen zwar den Eindruck erwecken, sie wollten nur eine Minderheit von Beamten und Privatversicherten zur Kasse bitten, doch das ist eine Täuschung.

Das gäbe ein böses Erwachen für Millionen von Angestellten, Facharbeitern, Handwerkern und Selbstständigen. Für sie würde die Krankenversicherung drastisch teurer.