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Die Bürgerversicherung schadet den nachfolgenden Generationen

Die Verfechter der Bürgerversicherung wollen die „solidarische“ Umlagefinanzierung auf alle Bürger ausweiten. Klingt gut, aber das bürdet einseitig den nachfolgenden Generationen enorme Zusatzlasten auf.

Die Bürgerversicherung setzt unter dem Etikett „Solidarität“ das Verfahren der Umlagefinanzierung fort. Sie erweitert es sogar noch auf die gesamte Bevölkerung, obwohl es schon heute die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Denn im Umlageverfahren werden alle Beitragseinnahmen sofort wieder für die laufenden Kosten ausgegeben. Dabei zahlen die Jüngeren vor allem für die besonders hohen Gesundheitsausgaben der Rentner. Weil es aber in naher Zukunft viel mehr Ältere und zugleich immer weniger aktive Erwerbstätige geben wird, werden die Jüngeren diese stark steigenden Lasten auf Dauer nicht mehr tragen können.

Führende Wissenschaftler der Gesundheitsökonomie sagen bereits eine Explosion des Beitragssatzes von heute etwa 15 Prozent auf bis zu 30 Prozent im Jahr 2050 voraus – oder ersatzweise eine drastische Kürzung der medizinischen Leistungen. Das Umlageverfahren ist also nicht generationengerecht und schon gar nicht nachhaltig.

Grafik: Prognose der Entwicklung des GKV-Beitragssatzes bis 2050

Die bessere Alternative ist, schon heute mehr Vorsorge für die im Alter steigenden Gesundheitsausgaben zu treffen – wie es in der privaten Krankenversicherung (PKV) bereits für rund 9 Millionen Menschen geschieht. Hier wird ein Teil der Beiträge langfristig in sichere Kapitalanlagen investiert. Aus dieser Kapitaldeckung mitsamt ihren Zinsgewinnen wird später der altersbedingte Anstieg der Gesundheitskosten finanziert.

Durch die mutwillige Abschaffung der PKV würde das ganze Gesundheitswesen einseitig auf das demografieanfällige Umlageverfahren umgestellt. Die Bürgerversicherung brächte nicht etwa mehr, sondern weniger Vorsorge für unsere alternde Gesellschaft.Führende Wissenschaftler der Gesundheitsökonomie sagen bereits eine Explosion des Beitragssatzes von heute etwa 15 Prozent auf bis zu 30 Prozent im Jahr 2050 voraus – oder ersatzweise eine drastische Kürzung der medizinischen Leistungen. Das Umlageverfahren ist also nicht generationengerecht und schon gar nicht nachhaltig.

Durch die mutwillige Abschaffung der PKV würde das ganze Gesundheitswesen einseitig auf das demografieanfällige Umlageverfahren umgestellt. Die Bürgerversicherung brächte nicht etwa mehr, sondern weniger Vorsorge für unsere alternde Gesellschaft.