• Vorlesen
  • A A A
Vorsicht Bürgerversicherung!
 

Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt. Freie Arzt- und Krankenhauswahl, ein flächendeckendes medizinisches Versorgungsnetz mit kurzen Wartezeiten für alle Menschen verdanken wir im Wesentlichen dem dualen System aus Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung. Ein Blick über die Grenze zeigt, dass die medizinische Versorgung in Ländern mit Einheitssystemen deutlich schlechter ist. Lange Wartezeiten, hohe Zuzahlungen und ein begrenzter Leistungsumfang sind dort die Folge.

Doch nun wollen einige Parteien unter dem wohlklingenden Namen „Bürgerversicherung“ auch in Deutschland eine Einheits-Krankenversicherung einführen. Die Folgen wären weniger Wettbewerb, weniger Selbstbestimmung und ein eingeschränkter Leistungskatalog für alle. Die Erfahrung z.B. in den Niederlanden oder Großbritannien zeigt: Zugang zu Spitzenmedizin haben in solchen Einheitssystemen nur Menschen, die es sich leisten können. Das wäre der Beginn einer echten Zwei-Klassen-Medizin.

 
Broschüren: Unsere Argumente gegen die Bürgerversicherung
 

Gegen die Einführung einer Bürgerversicherung gibt es gute Gründe. Denn die Bürgerversicherung schadet als Einheitssystem der medizinisch erstklassigen Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger. In mehrfacher Hinsicht würde die Bürgerversicherung die Mittelschicht besonders hart treffen: Neben der drohenden Absenkung von Gesundheitsleistungen sehen die Bürgerversicherungskonzepte zusätzliche Belastungen für jene Beitragszahler vor, die bereits heute die Hauptlast der Sozial- und Steuerabgaben tragen. Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze, drohende Mieterhöhungen sowie Sozialabgaben auf Sparzinsen und Kapitalerträge von Rentnern und Kleinsparer sprechen eine deutliche Sprache.

 
WIP-Studie: Rationierung und Versorgungsunterschiede in Gesundheitssystemen
 

Wie einheitliche Sicherungssysteme in Europa zu Rationierung und Zwei-Klassen-Medizin führen: Die Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV belegt, dass die deutsche Gesundheitsversorgung im internationalen Vergleich glänzend abschneidet. Das liegt am Zwei-Säulen-System von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung. Der Blick über die Grenze zeigt, dass in allen einheitlich organisierten Gesundheitssystemen rationiert wird und die medizinische Versorgung in Ländern mit Einheitssystemen deutlich schlechter ist.

 
Faltblätter: Fakten zu unserem Gesundheitssystem auf 16 Seiten
 

Deutschland hat ein hervorragendes Gesundheitssystem: Im internationalen Vergleich mit anderen OECD-Staaten profitieren deutsche Patientinnen und Patienten von Bestwerten bei Wartezeiten, freier Arztwahl oder der Teilhabe am medizinischen Fortschritt. Während Patienten in Einheitssystemen wie der Bürgerversicherung verstärkt von Rationierungen betroffen sind, beruht die Leistungsstärke des deutschen Gesundheitswesens nicht zuletzt auf unserem Zwei-Säulen-Modell aus Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung.

 
Artikel in der PKV publik 7/2013: Bürgerversicherung - Gefahr für den Wachstumsmotor
 

Die Bürgerversicherungspläne von SPD und Grünen gefährden durch eine massive Ausweitung der Lohnzusatzkosten Arbeitsplätze in allen Branchen. Laut Berechnungen der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) würde die Einführung einer Bürgerversicherung für die Unternehmen in Deutschland zusätzliche Belastungen von acht bis zehn Milliarden Euro bedeuten. Die ausführlichen Ergebnisse der Studie finden Sie hier (PDF-Dokument).

 
Faltblatt "Fakten gegen die Bürgerversicherung"
 

Alle Menschen in Deutschland profitieren von kurzen Wartezeiten, freier Arztwahl und gutem Zugang zum medizinischen Fortschritt. Ihnen steht ein flächendeckendes Netz von Kliniken und Ärzten zur Verfügung. Garantiert wird dieses hohe Niveau auch durch das Nebeneinander von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung. SPD, Grüne und Die Linke wollen dieses bewährte System nun abschaffen und durch eine Einheitsversicherung, der sogenannten "Bürgerversicherung", ersetzen. In unserem Flyer "Fakten gegen die Bürgerversicherung" erfahren Sie, warum eine Bürgerversicherung nichts besser, aber vieles schlechter machen würde.

 

aktuelle Studien

 

Hans-Böckler-Stiftung

Studie von Robert Paquet: Auswirkungen der Bürgerversicherung auf die Beschäftigung in der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung
 

Studie der Hans-Böckler-Stiftung

Robert Paquet: Auswirkungen der Bürgerversicherung auf die Beschäftigung in der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung
Reihe Arbeitspapier, Arbeit und Soziales, Bd. 284 (Juni 2013)


Nach einer aktuellen Studie der gewerkschaftsnahen Hans- Böckler-Stiftung würde die Einführung einer Bürgerversicherung bis zu 100.000 Arbeitsplätze im Bereich der Privaten Krankenversicherung vernichten. Der Autor der Studie „Auswirkungen der Bürgerversicherung auf die Beschäftigung in der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung“, Dr. Robert Paquet, geht davon aus, dass alleine 67.000 abhängig Beschäftigte in den Versicherungsunternehmen und nochmals mehr als 10.000 freie Vermittler ihren Arbeitsplatz mit Einführung der Bürgerversicherung verlieren würden.

 

PVS

Studie: Die Bedrohung der medizinischen Infrastruktur durch die Bürgerversicherung
 

Sudie für den Verband der Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS)

Dr. Hans-Joachim Kaiser: Die Bedrohung der medizinischen Infrastruktur durch die Bürgerversicherung
Oder: Was für die ambulant tätigen Ärzte und Patienten auf dem Spiel steht! (Mai 2013)


Arztpraxen droht die Schließung: Die Bürgerversicherung gefährdet unsere hochwertige medizinische Versorgung mit einem flächendeckenden Netz aus niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Fachärzten. Im Jahr 2011 waren in Deutschland 11,4 Prozent Privatversicherte für 25 Prozent der Praxisumsätze verantwortlich. Das entspricht einem Mehrumsatz von insgesamt 5,38 Milliarden Euro jährlich oder 43.300 Euro je niedergelassenen Arzt. Eine Studie von Dr. Hans Joachim Kaiser für den Verband der Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS) hat ergeben, dass ohne diese zusätzlichen Arzthonorare dringende Investitionen in neue medizinische Geräte und Behandlungsmethoden, das Praxispersonal oder für einige Ärzte im Ernstfall sogar die Existenz ihrer Praxis auf dem Spiel stehen würde.

 

RWI

Studie von Boris Augurzky und Stefan Felder: Volkswirtschaftliche Kosten und Nebenwirkungen einer Bürgerversicherung
 

Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI)

Boris Augurzky, Stefan Felder: Volkswirtschaftliche Kosten und Nebenwirkungen einer Bürgerversicherung
RWI-Materialien 75 (August 2013)


Die Einführung einer Bürgerversicherung wird mittelfristig das Wachstum der deutschen Wirtschaft hemmen und wäre wohlfahrtsmindernd. Das ist eines der Ergebnisse einer neuen Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Im Auftrag des PKV-Verbandes haben die Forscher die volkswirtschaftlichen Kosten und Nebenwirkungen einer Bürgerversicherung bis 2040 untersucht.

Ein Ende der Privaten Krankenversicherung (PKV) als zweites Finanzierungssystem wirkt sich nachteilig auf die Entwicklung des BIP und der Beschäftigung in Deutschland aus. Kritisch sieht das RWI auch die geplante Ausweitung der Umlagefinanzierung auf alle Versicherten. Denn die Alterungsrückstellungen der Privatversicherten tragen wesentlich zur Nettovermögensbildung der Volkswirtschaft bei. Eine Bürgerversicherung wäre dem RWI zufolge aber nicht nur für die Volkswirtschaft, sondern auch für gesetzlich Versicherte ein schlechtes Geschäft: So schütze die Existenz der PKV die Gesetzliche Krankenversicherung unter anderem davor, zu einem „zweiten Finanzamt“ ausgebaut zu werden.

 

BVNF

Studie des BVNF: Jobkiller Bürgerversicherung: Risiken und Nebenwirkungen: Mehr als 120.000 Arbeitsplätze in Gefahr
 

Studie des Bundesverbandes der niedergelassenen Fachärzte (BVNF)

Jobkiller Bürgerversicherung. Risiken und Nebenwirkungen: Mehr als 120.000 Arbeitsplätze in Gefahr


Jobkiller Bürgerversicherung: Auch der Bundesverband der niedergelassenen Fachärzte warnt vor dem Verlust Arbeitsplätzen durch eine Bürgerversicherung. Rund 120.000 Jobs in Arztpraxen und Versicherungswirtschaft sieht er in Gefahr.

 

Betriebsratsinitiative

Ausarbeitung der Betriebsratsinitiative „Bürgerversicherung? Nein Danke!“: Regionale Auswirkungen der „Bürgerversicherung“ auf den deutschen Arbeitsmarkt
 

Ausarbeitung der Betriebsratsinitiative „Bürgerversicherung? Nein Danke.“

Regionale Auswirkungen der „Bürgerversicherung“ auf den deutschen Arbeitsmarkt (September 2013)


Die Betriebsratsinitiative „Bürgerversicherung? Nein Danke.“ hat in einer Studie die regionalen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt als Folge einer solchen Einheitsversicherung untersucht.