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PKV publik 3.2014

Editorial

 

Liebe Leserinnen und Leser,

in der gesundheitspolitischen Debatte hat es in den zurückliegenden Monaten eine bemerkenswerte Schwerpunktverlagerung gegeben: Noch vor einem halben Jahr ging es um die Frage, ob das Nebeneinander von Gesetzlicher und Privater Versicherung abgeschafft und stattdessen nicht lieber ein Einheitssystem eingeführt werden sollte. Inzwischen zeigt sich jedoch, dass die Vorteile des lebendigen Systemwettbewerbs von der Politik anerkannt werden.

Denn die öffentliche Diskussion im Gesundheitsbereich wird mittlerweile beherrscht von den Plänen für die Reduzierung der Wartezeiten beim Arzt, von der Einführung eines Zweitmeinungsverfahrens oder von einer leichteren Einbeziehung von Krankenhäusern in die ambulante Versorgung. All das sind lang etablierte Instrumente in der PKV, von deren Nutzen nun auch gesetzlich Versicherte profitieren sollen. Das zeigt, dass ein gesunder Wettbewerb der Systeme allen Versicherten zugute kommt. Diesem Thema haben wir daher die Titelgeschichte dieser Ausgabe gewidmet.

Und die Vorteile des Wettbewerbs hören nicht bei der Krankenversicherung auf: So plant die Koalition, das Umlageverfahren in der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) um einen kapitalgedeckten Vorsorgefonds zu ergänzen. Denn dieses von der Privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) praktizierte Verfahren funktioniert in unserer alternden Gesellschaft hervorragend. Dies wird von der Politik anerkannt. Zu Recht: In der SPV musste der Beitragssatz mehrmals erhöht werden, in der PPV sind die Beiträge in den letzten Jahren gesunken – und das bei absolut identischen Leistungen wie in der SPV.

Ohnehin nimmt die Private Krankenversicherung eine Vorreiterrolle in der Pflegeversicherung ein. So hat sie schon vor 30 Jahren und damit 10 Jahre vor der Einführung der  Sozialen Pflegpflichtversicherung im Jahr 1994 die ersten Pflegeversicherungsprodukte auf den Markt gebracht. Und auch der heute gültige Pflegebedürftigkeitsbegriff stammt von den Privaten. Seitdem ist viel geschehen: Die PKV hat sich vom reinen Kostenträger zu einem aktiven Gestalter in der Pflege entwickelt. Mit ihrem vielfältigen Engagement macht sie Pflege besser – und zwar für alle.

Ob in der Beratung, der Einstufung oder in der Begutachtung von Pflegeeinrichtungen – überall geht die Private Krankenversicherung mit gutem Beispiel voran. Hinzu kommt eine hervorragende Vernetzung von Pflegepraxis mit wissenschaftlicher Theorie durch das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Über die Einzelheiten unseres Engagements auf diesem Gebiet informieren wir auf unserem ersten Kompetenztag Pflege am 6. Mai in Berlin. Details dazu finden Sie auf unserer Internetseite www.pkv.de.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr


Volker Leienbach