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PKV PUBLIK AUSGABE 9/2009

PRÄVENTION

Welt-Aids-Tag 2009
Die private Krankenversicherung unterstützt die Aids-Prävention mit jährlich 3,5 Millionen Euro

Foto Plakat Welt-Aids-Tag

Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Zwar hat sich der Anstieg der Neuinfektionen in Deutschland verlangsamt. Einen Grund zur Entwarnung gibt es allerdings nicht, denn trotz neu entwickelter Medikamente ist die Krankheit immer noch unheilbar.


Zwei gigantische Aids-Schleifen, die übereinandergelegt das mathematische Symbol für Unendlichkeit bilden, mahnen Passanten an zentraler Stelle in Berlin, die oft tödlich endende Infektionskrankheit nicht zu vergessen. Mit dem Großplakat erinnert der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember daran, sich die Gefahr dieser Krankheit immer wieder ins Bewusstsein zu rufen.


Denn trotz mittlerweile hochwirksamer Medikamente ist Aids nach wie vor unheilbar. Die weitere Ausbreitung der Krankheit kann nur mit einer umfassenden Aufklärung der Bevölkerung verhindert werden. Dies zu erreichen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der sich der Verband der privaten Krankenversicherung bereits seit 2005 freiwillig mit großem Mitteleinsatz beteiligt. So unterstützt er die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit 3,4 Millionen Euro im Jahr. Weitere 100.000 Euro fließen jährlich an die 1987 von der privaten Krankenversicherung mit gegründete Deutsche Aids-Stiftung.


Mit den Zuwendungen der privaten Krankenversicherung kann die BZgA die für die Aids-Prävention zur Verfügung stehenden Mittel massiv aufstocken. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für zusätzliche Aufklärungskampagnen. Die konsequente Ausrichtung auf die breite Bevölkerung wäre ohne die finanzielle Unterstützung der PKV so nicht möglich. Zu den wohl bekanntesten Kampagnen, die mit Einsatz von PKV-Mitteln finanziert werden, zählt die Plakataktion „mach’s mit“, die seit diesem Jahr mit neuen Motiven fortgeführt wird.


Aber auch andere Präventions-Maßnahmen wurden mit Hilfe der PKV ermöglicht. Dazu gehörte der erste Bundeswettbewerb Aidsprävention, mit dem innovative lokale und regionale Projekte der Aidsprävention gefördert wurden. Und auch die Plakataktion zum kommenden Welt-Aids-Tag „Ganz Deutschland zeigt Schleife“ wird aus PKV-Mitteln finanziert. Auf den neuen Motiven geben nicht nur prominente Sportler und Künstler als „Botschafter“ dem Kampf gegen Aids ihr Gesicht und ihre Stimme, sondern auch die Menschen auf der Straße, in den Schulen und Diskotheken. Es sind nicht nur diejenigen, die zu den engeren Zielgruppen der Aids-Prävention gehören, sondern gleichermaßen auch Menschen, die sich nicht klar in Risikogruppen einteilen lassen. Damit wird das Thema Aids weiter aus der Ecke der Randgruppen herausgeholt.


Die von der PKV unterstützten Aufklärungskampagnen der BZgA zeigen bereits Erfolge. So verlangsamte sich im vergangenen Jahr der Anstieg der HIV-Neuinfektionen in Deutschland. Die vom Robert-Koch-Institut genannte Zahl von 2.806 Neuinfektionen in 2008 bedeutet keine nennenswerte Veränderung bei der Gesamtzahl der Diagnosen. Die Zahl der Neuinfektionen bei den Vollversicherten der privaten Krankenversicherung sank mit 687 im Jahr 2008 sogar zum dritten Mal in Folge.


Diese Zahlen zeigen aber auch, dass die private Krankenversicherung ein besonderes Interesse daran hat, sich in der Aids-Prävention zu engagieren. Denn trotz der zurückgehenden Zahl der Neuinfektionen bei den Privatversicherten, sind diese überproportional betroffen. Obwohl nur rund 10 Prozent der Bevölkerung privat versichert sind, ist die PKV mit einem Anteil von fast 25 Prozent an den Neuerkrankungen konfrontiert.


Eine Aids-Erkrankung verursacht neben großem menschlichem Leid auch erhebliche Kosten im Gesundheitssystem. Bei den heutigen Möglichkeiten betragen die Behandlungskosten einer HIV-Infektion über die gesamte Lebenszeit mehr als 500.000 Euro. Dieses Geld fehlt somit an anderer Stelle im Gesundheitswesen. Das alles ist vermeidbar, wenn Menschen gut aufgeklärt sind. Jeder Euro für die Präventionsarbeit ist also gut und sinnvoll angelegt.


Daher ist es der privaten Krankenversicherung wichtig, mit der BZgA und der Deutschen Aids-Stiftung zwei Kooperationspartner zu haben, die sich ganzjährig in der Aufklärung über Ansteckungsgefahren von HIV und Aids engagieren. In diesem Sinne mahnt auch das Großplakat in Berlin: „Aids bleibt für immer, wenn wir nur am Welt-Aids-Tag daran denken.“

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