MEINUNG
Das Jahr 2007 war für Sana ausgesprochen erfolgreich. Durch Akquisitionen in Duisburg, Düsseldorf und Haldensleben wurde die Position im Markt gestärkt; der Umsatz ist stark gestiegen. Mit dem Rechtsformwechsel zur (nicht börsennotierten) AG sowie einer Kapitalerhöhung haben die Gesellschafter, 33 private Krankenversicherungen, ihr Vertrauen in die Sana und ihre Verantwortung für eine hochwertige Krankenversorgung dokumentiert.
Sana hat deshalb allen Grund, zuversichtlich nach vorne zu blicken, wenn auch mit Einschränkungen, denn die Rahmenbedingungen werden immer schwieriger. Die Gesundheitsreform belastet die Branche mit mehreren hundert Millionen Euro.Die bislang präferierte Selbstverwaltung wird weiter ausgehöhlt. Insbesondere die Einführung des Gesundheitsfonds wird zu einer Zentralisierung in der Krankenversicherung führen. Dieser Weg wird nicht ohne Auswirkungen auf die Selbstverwaltung der Kliniken bleiben, womit ein in seinen Strukturen akzeptiertes System seinem Ende nähergebracht wird, ohne die tatsächlichen Ursachen der Krise zu beheben.
Der Druck auf viele Kliniken ist schon jetzt enorm und die Existenz vieler Einrichtungen nicht garantiert. So stellt sich die Frage, wie Investitionen platziert werden können, deren Return on Investment 10, 15 oder 20 Jahre dauert, während zugleich aber der gesetzliche Rahmen nicht kalkulierbaren Veränderungen unterliegt. Das Risiko von Fehlinvestitionen kann nur gemindert werden, wenn den Krankenhausbetreibern Sicherheit vermittelt und Erfolg in Aussicht gestellt wird.Die private Krankenversicherung (PKV) leistet bereits einen wichtigen Beitrag, weil sie zur Finanzierung des Gesundheitswesens einen überproportionalen Anteil beisteuert. Sie ist damit ein wichtiger Faktor für die Sicherstellung von Investitionsfähigkeit und Innovationskraft der Krankenhäuser. Im Ergebnis profitieren davon alle, auch und besonders die gesetzlich versicherten Patienten.
Die Sana Kliniken AG muss weiterhin mit der Unsicherheit politischer Rahmenbedingungen rechnen. Unsere Gesellschafterstruktur ist ein wesentlicher Grund, weshalb die Chancen für Sana dennoch überwiegen. Die Kapitalerhöhung zusammen mit dem Rechtsformwechsel ist ein eindrucksvoller Beweis dafür. Mit der Gewissheit, dass die Eigner hinter den Zielen des Unternehmens stehen, kann Sana optimistisch ins neue Jahr gehen. Der Wachstumskurs wird fortgesetzt, sicher vor allem mit größeren Häusern.
Unser Leitsatz aus dem Gründungsjahr der Sana „Vorbild sein für andere und zeigen, dass medizinische und pflegerische Höchstleistungen mit Wirtschaftlichkeit vereinbar sind“ wird auch 2008 gelten, es könnte sogar das Leitmotiv für die gesamte Branche sein. Die Sana und die PKV werden auch 2008 zeigen, wie Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und sozialer Ausgleich als gleichrangige Ziele in den Krankenhäusern Richtschnur und Maßstab sind.