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PKV Publik Ausgabe 07/2008

AUS DER PKV


Brief aus Berlin und Köln

In diesen Tagen startet die zweite Motivreihe unserer aktuellen Informationskampagne „Gut für alle. PKV“. Inserate wie das auf der gegenüberliegenden Seite werden in den kommenden Wochen in Tageszeitungen und Wochenmagazinen, in Zeitschriften und im Internet zu sehen sein. Nachdem wir im Frühjahr und bis in den Sommer hinein über die finanziellen Aufwendungen der Privatversicherten informiert haben, mit denen sie das Gesundheitswesen stabilisieren, steht jetzt ein weiterer Vorzug der PKV im Mittelpunkt: ihre generationengerechte Finanzierung.  

Gesundheitskosten steigen mit dem Alter

Mit dem Älterwerden steigt die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Dazu nur einige Beispiele: 80-jährige Männer benötigen etwa achtmal so hohe Aufwendungen für Arzneimittel wie 40-jährige. Die Inanspruchnahme von Krankenhausleistungen steigt zwischen dem 30. und dem 80. Lebensjahr auf das Zehn- bis Zwölffache. Insgesamt verursachen 85-jährige Frauen und Männer mehr als das Vierfache an Gesundheitskosten wie Frauen und Männer im Alter zwischen 45 und 65 Jahren.

In den nächsten Jahrzehnten wird es weitreichende Veränderungen der Bevölkerungsstruktur geben. Der Anteil alter Menschen an der Bevölkerung wird stark zunehmen, gleichzeitig sinkt der Anteil junger Menschen. Dazu ebenfalls einige Zahlen:
  • Heute ist jeder fünfte Bürger älter als 60 Jahre, 2030 wird das für etwa jeden dritten Bürger gelten.
  • Die Zahl der über 85-Jährigen wird bis 2030 um 90 Prozent zunehmen.

Mit dieser demografischen Entwicklung steigen die Kosten im Gesundheitswesen. Denn in einer alternden Gesellschaft wie in Deutschland werden nicht nur immer mehr Menschen immer älter – sie nehmen auch über einen längeren Zeitraum als heute medizinische Leistungen in Anspruch. Privatversicherte sorgen mit ihren Beiträgen selbst für die im Alter steigenden Gesundheitskosten vor. Die Beitrags- und Steuerzahler von morgen werden damit nicht belastet. Das ist gut für die jüngeren und nachfolgenden Generationen.

Chancen und Risiken einer älter werdenden Gesellschaft

Der medizinische Fortschritt ermöglicht es gerade alten Menschen, selbst nach schweren Erkrankungen, zunehmend wieder zu Gesundheit, zumindest aber zu einem lebenswerten Leben trotz Krankheit zurückzufinden.

Der medizinisch-technische Fortschritt und die Bevölkerungsalterung sind also mit Chancen und Risiken zugleich verbunden: Erst der medizinische Fortschritt und die Qualität eines aufwendigen Gesundheitssystems ermöglichen uns ein längeres Leben mit mehr Lebensqualität bis ins hohe Alter. Länger und besser zu leben wird in Zukunft aber auch immer mehr kosten.

Auf diese Entwicklung ist die PKV vorbereitet: In der privaten Krankenversicherung werden die Beiträge so kalkuliert, dass bereits heute eine systematische Vorsorge für das Alter gebildet wird (Anwartschaftsdeckungsverfahren). Solange die Versicherten jünger sind, werden mit einem Teil der Prämien Alterungsrückstellungen aufgebaut. Aus diesen werden später im Alter ansteigende Gesundheitskosten finanziert.

Alterungsrückstellungen in der PKV

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung, in der die laufenden Beitragseinnahmen quasi vollständig zur Finanzierung der laufenden Ausgaben eingesetzt werden, fließt der Versicherungsbeitrag in der privaten Krankenversicherung – sehr vereinfacht gesprochen – in zwei „Töpfe“: Mit einem Teil des Beitrags werden die laufenden Ausgaben der Versichertengemeinschaft finanziert (erster Topf). Der andere Teil des Beitrags fließt in einen zweiten Topf zum Aufbau einer Kapitalreserve, mit der im Alter steigende Gesundheitskosten vorfinanziert werden (Alterungsrückstellungen). Das Kapital wird am Kapitalmarkt angelegt und auch die Kapitalerträge kommen weit überwiegend der Alterungsrückstellung zugute. Sie dienen der Beitragsentlastung im Alter.

Demografieproblem in der GKV

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht dagegen aufgrund der demografischen Entwicklung vor gewaltigen Problemen: Eine sinkende Zahl von Erwerbstätigen muss immer mehr Ältere mit altersbedingt steigenden Krankheitskosten finanzieren. Schon heute beträgt das jährliche Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner, die nur 47 Prozent der von ihnen verursachten Leistungsausgaben durch eigene Beiträge selbst finanzieren, gut 36 Milliarden Euro. Die umlagefinanzierte GKV gerät damit immer stärker an die Grenzen ihrer Finanzierbarkeit.

Wir brauchen deshalb eine neue Balance von privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Wir müssen mehr Leistungen und Menschen in der privaten Krankenversicherung absichern – für ein generationengerechtes und zukunftsfähiges Gesundheitssystem. L
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