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PKV Publik Ausgabe 04/2007

Heinrich Frommknecht feierte 75. Geburtstag

Heinrich Frommknecht kann sich mit gutem Recht sagen lassen, dass er in den 75 Jahren, auf die er seit dem 8. Mai zurückblickt, kräftige Spuren hinterlassen hat. Gut 23 Jahre war er Vorsitzender der traditionsreichen Signal Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit und sechs Jahre lang, von 1984 bis 1990, auch Vorsitzender des PKV-Verbandes.

Die Zeit seiner Verbandsführung war eine Erfolgsperiode, ablesbar schon am Zuwachs um 1,5 Millionen Personen auf 6,15 Millionen Vollversicherte. Ein Blick in seine Reden in den Mitgliederversammlungen zeigt, dass er einerseits energisch für das Subsidiaritätsprinzip als Abgrenzungskriterium von PKV und GKV eintrat, andererseits aber auch um eine faire Risikoverteilung bemüht war. So prägte er den Begriff „einmal PKV, immer PKV“, um Rosinenpickerei zu Lasten der Kassen zu vermeiden. Er setzte im Verband die risikounabhängige Aufnahme aller noch nicht privatversicherten Beamten durch und erreichte die Abschaffung der quersubventionierten Wahltarife der Kassen für Zusatzkrankengeld, außerdem die Einschränkung der GKV-Pflichtversicherung aller Rentner, in der PKV abgefedert durch einen preiswerten Altersschutz. Nicht gefolgt ist die Politik seinem Vorschlag einer steuerlich geförderten freiwilligen Pflegeversicherung, für die er die bedingungsmäßigen Grundlagen geschaffen hatte. Moderner denn je wirkt auch seine Forderung nach Einschränkung der Beitragsfreiheit nicht berufstätiger, kinderloser Ehepartner. Als großem Kommunikator und Strategen gelang es ihm, den Verband hinter einem von allen getragenen Standpunktepapier zu versammeln. Und wenn nach mühevollen Tagungen Reste von Unmut geblieben waren, so war er der richtige Mann, um über eine launige Rede wieder für optimale Stimmung zu sorgen. Eine leichte Übung für Heinrich Frommknecht, den Bildungsbürger mit einem schier unerschöpflichen Anekdotenschatz, dazu Literaturliebhaber, Kunstkenner und -sammler. Aber er ist auch Förderer von Gemeinschaftsanliegen wie der Berufsausbildung, etwa mit dem Preis der „Heinrich-und-Christa-Frommknecht-Stiftung“ für den jeweils Jahrgangsbesten des Instituts für Versicherungslehre der Fachhochschule Köln. Er war es auch, der als Verbandsvorsitzender die Anschubfinanzierung für die Deutsche Aids-Stiftung im Jahre 1987 sicherstellte.Kein Wunder, dass ihn der Bundespräsident dafür und für andere ehrenamtliche Engagements mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet hat. Der PKV-Verband hat ihn zu seinem Ehrenmitglied gewählt.

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