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PKV PUBLIK AUSGABE 5/2010

KRANKENVERSICHERUNG

Ein überzeugendes Modell

Die Mehrheit der Bevölkerung vertraut dem System der privaten Krankenversicherung


Eine Umfrage belegt: Die Mehrheit der Bevölkerung ist sowohl vom kapitalgedeckten Finanzierungsmodell der privaten Krankenversicherung als auch von deren Leistung überzeugt. Dagegen wird die zunehmend auf Staatszuschüsse angewiesene Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung mit Skepsis gesehen.

Das Prinzip der kapitalgedeckten Vorsorge überzeugt die Bevölkerung: 60 Prozent aller kürzlich vom renommierten Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der privaten Krankenversicherung (PKV) Befragten finden dieses Finanzierungsmodell einleuchtend.


Dies verwundert nicht. Denn die Kapitaldeckung der PKV hat alle Finanzkrisen unbeschadet überstanden. Die Summe der Alterungsrückstellungen ist kontinuierlich gestiegen, der Zinseszins-Effekt arbeitet für die Versicherten und auch wenn Krisen die Renditen schmälern: Alle Unternehmen der Branche erfüllen den vorgeschriebenen Rechnungszins, was sie im Übrigen seit dessen Einführung 1949 ununterbrochen jedes Jahr getan haben. Das zeigt, wie solide die Anlagepolitik der privaten Krankenversicherung ist.


Die zunehmend auf Staatszuschüsse gestützte Finanzierung der GKV stößt hingegen auf Skepsis: Selbst aus Sicht von 40 Prozent der gesetzlich Versicherten, die ja vermeintlich davon profitieren, sind diese zu großen Teilen mit Schulden finanzierten Zuschüsse nicht geheuer. Lediglich ein Drittel von ihnen befürwortet die Zuschüsse aus der Staatskasse.


Die Politik sollte deshalb jetzt die Chance ergreifen, die Gesundheitsvorsorge auf solidere Füße zu stellen: Durch die Einführung einer kapitalgedeckten ergänzenden Pflegeversicherung, wie sie im Koalitionsvertrag auch vereinbart ist. Noch ist es dazu nicht zu spät. Die Zeit bis zum Höhepunkt der demografischen Probleme reicht zur Bildung von kapitalgedeckter Vorsorge noch aus. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Gelder der Versicherten staatsfern in der privaten Krankenversicherung gesammelt werden und nicht für andere politische Zwecke abgezweigt werden können.


Die aktuelle Umfrage untermauert auch den Image-Vorsprung der privaten gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung: 44 Prozent aller Befragten glauben, dass man im Krankheitsfall in einer privaten Krankenversicherung besser abgesichert ist, nur 18 Prozent erwarten dies von den gesetzlichen Krankenkassen. Der Rest sind Unentschiedene. Bei den Privatversicherten liegt der Zufriedenheitswert sogar noch sehr viel höher bei 79 Prozent.


Der Image-Vorsprung der privaten Krankenversicherung zeigt sich auch, wenn man die Frage nach den Erwartungen weiter differenziert:

54 Prozent aller Befragten sehen bei den Privaten hervorragende Leistungen, nur 21 Prozent bei den gesetzlichen Kassen. Demgegenüber halten 61 Prozent die gesetzlichen Kassen für bürokratisch, deutlich mehr als bei den Privaten mit 43 Prozent. 45 Prozent empfinden die gesetzlichen Kassen als bevormundend, nur 24 Prozent die Privaten.


Die aktuelle Umfrage belegt auch, dass sich die Privatversicherten in ihrem System wohl fühlen und sich für die Zukunft ihrer Gesundheitsversorgung deutlich weniger Sorgen machen als die gesetzlich Versicherten. Dabei ist allerdings nicht zu übersehen, dass sich auch Privatversicherte zunehmend besorgt über die Zukunft des gesamten Gesundheitssystems zeigen.


Viele Versicherte machen die Erfahrung steigender Beiträge in der gesetzlichen, aber auch in der privaten Krankenversicherung. Darauf reagiert die private Krankenversicherung: Sie drängt energisch darauf, endlich einen wirksamen Hebel zu erhalten, um vernünftige Verhandlungen zum Beispiel mit Ärzten und Pharmaunternehmen über Qualität und sich daraus ergebende Mengen und Preise von Leistungen herbeizuführen.

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