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PVS-Studie zeigt Bedeutung der Privatversicherten für das Gesundheitssystem

 

19.05.2017

Eine neue Studie der Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS) belegt die hohe Bedeutung Privatversicherter für das gesamte Gesundheitssystem. Die Untersuchung mit dem Titel „Experiment Bürgerversicherung – Bedrohung der medizinischen Infrastruktur“ zeigt unter anderem, dass die rund 11 Prozent der Privatversicherten 24 Prozent der ambulant ausgelösten Jahresumsätze verursachen. Damit seien Privatpatienten als unverzichtbare Voraussetzung für den Erhalt beziehungsweise die fortlaufende Modernisierung der medizinischen Infrastruktur in Deutschland zu betrachten. Ohne die Existenz der Privaten Krankenversicherung entfielen damit in Deutschland im ambulanten Sektor ärztliche Zusatzhonorare (Mehrumsätze) in Höhe von 5,99 Mrd. Euro jährlich. Das entspricht je niedergelassenen Arzt rund 49.200 Euro. Zudem kommt die PVS-Studie zu dem Ergebnis, dass bei Einführung einer Bürgerversicherung etwa 34.000 Vollzeitstellen allein in den ambulanten Praxen verloren gingen.

Die PVS-Studie differenziert die Mehrumsätze der Privatpatienten – ergänzend zur Methodik des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) – nach Facharztgruppen.