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Online-Rechner zeigt Belastungen durch Bürgerversicherung

01.06.2017

Die Einführung einer Bürgerversicherung gefährdet Arbeitsplätze in Deutschland. Berechnungen der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) zeigen, dass die Lohnzusatzkosten der Arbeitgeber bei SPD und Grünen um bis zu 57 Prozent steigen würden. Noch weiter greift das Konzept der Linken, das überhaupt keine Bemessungsgrenzen vorsieht – eine ungedeckelte, arbeitnehmerfeindliche Lohnsummensteuer, wie der vbw erklärt.

Um die erwarteten Belastungen zu veranschaulichen, hat der vbw einen Bürgerversicherungs-Rechner online gestellt. Mit Hilfe dieses Belastungs-Rechners können Unternehmen den Anstieg der Lohnzusatzkosten für ihre Belegschaft in Euro und Prozent quantifizieren. Zusätzlich machen zahlreiche Beispiele aus der Realwirtschaft die zum Teil dramatischen Erhöhungen deutlich: So müsste ein Automobil-Zulieferer nach dem rot-grünen Bürgerversicherungs-Modell rund 7,5 Millionen Euro jährlich mehr Lohnzusatzkosten als heute bezahlen – ein Plus von fast 30 Prozent. Bei der Bürgerversicherung der Linken wären es fast zehn Millionen Euro mehr. Auf ein Softwareunternehmen mit 34 Mitarbeitern würden in der rot-grünen Bürgerversicherung Mehrkosten von 35 Prozent und damit fast 40.000 Euro mehr pro Jahr zukommen. In der Bürgerversicherung der Linken würde sich der Mehrkostenbetrag auf jährlich rund 85.000 Euro mehr als verdoppeln. „Das sind Mittel, die die Firmen dringend brauchen, um international wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben“, warnt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Alle Bürgerversicherungs-Konzepte sehen insbesondere höhere Abgaben für qualifizierte Beschäftigte vor und gefährden die Arbeitsplätze gut ausgebildeter Fachkräfte, wie aus der vbw Analyse „Lohnzusatzkosten in der Bürgerversicherung (PDF-Dokument)“ hervorgeht.