BZgA-Direktorin Prof. E. Pott - PKV-Direktor V. Leienbach bei der Vertragsunterzeichnung am 18.6.10
Am 18. Juni 2010 hat der Verband der privaten Krankenversicherung sein Engagement in der Aids-Prävention für weitere fünf Jahre verlängert. Bereits seit 2005 engagieren sich die privaten Krankenversicherungen für die Aids-Prävention, indem sie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Deutsche AIDS-Stiftung mit jährlichen 3,5 Millionen Euro unterstützen. Heute verlängern sie dieses Engagement mit einem neuen Vertrag bis zum Jahre 2015.
Mit diesem gemeinsamen Engagement gegen eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit Aids haben die Unternehmen der privaten Krankenversicherung und die Bundeszentrale einen international beachteten Maßstab für eine effektive öffentlich- private Partnerschaft gesetzt. Gemeinsam ist es in den letzten Jahren gelungen, unter dem Motto „Gib´AIDS keine Chance“ die wohl bekannteste Gesundheitskampagne zu gestalten, die es in Deutschland je gegeben hat.
Es gibt sehr ermutigende Belege dafür, dass diese konsequente Aufklärungsarbeit wirkt. Es ist in den vergangenen Jahren gelungen, die Neuinfektions-Raten in Deutschland auf niedrigem Niveau zu stabilisieren. Deutschland hat zusammen mit Finnland europaweit die niedrigsten Zahlen von Neuinfektionen.
Am Beispiel Aids wird es besonders deutlich: Prävention ist eine dauerhafte Aufgabe, die nur dann nachhaltig wirkt, wenn sie ebenso nachhaltig betrieben wird. Auch in Deutschland ist seit einigen Jahren zu beobachten, dass es Gruppen in unserer Gesellschaft gibt, die zunehmend auf Schutzmaßnahmen verzichten.
Die private Krankenversicherung engagiert sich aus gesellschaftspolitischer Verantwortung, aber durchaus auch aus wirtschaftlichen Motiven so stark in der Aids-Prävention . Sie tun dies vor allem als Treuhänder der Beitragsgelder ihrer Versicherten. Eine Aids-Erkrankung verursacht neben unermesslich großem menschlichem Leid auch erhebliche Kosten im Gesundheitssystem. Bei den heutigen Möglichkeiten betragen die medizinischen Kosten einer HIV-Infektion über die gesamte Lebenszeit eines Betroffenen mehr als 500.000 Euro. Dieses Geld fehlt somit an anderer Stelle im Gesundheitswesen. Diese Kosten sind vermeidbar, wenn Menschen gut aufgeklärt sind und sich verantwortlich verhalten.
Die Erfolge der Aids-Prävention rechtfertigen also auch aus wirtschaftlicher Sicht jeden einzelnen Euro, der investiert wird. Kooperationsmodelle zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft – wie zwischen der BZgA und der privaten Krankenversicherung – sind eine gute Möglichkeit, um die dringend erforderlichen Mittel für eine langfristige Präventionsarbeit aufzubringen.
Gemeinsam gegen Aids. PKV und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verlängern ihre erfolgreiche Partnerschaft bis 2015 (18.06.2010). Mehr (PDF)