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Wechsler zwischen PKV und GKV. Die Fakten:

Im Jahr 2011 wechselten – wie schon in den Vorjahren – deutlich mehr Menschen aus der GKV in die PKV als in umgekehrter Richtung. Die Wanderungsbewegungen zwischen GKV und PKV zeigen Jahr für Jahr einen großen Abstand zu Gunsten der PKV. Der positive Saldo ist aktuell sogar gestiegen, von +74.500 Versicherten im Jahr 2010 auf ca. +76.300 im Jahr 2011.

Dabei ist es wichtig zu betonen, dass die weitaus meisten Wechsel zur GKV zwangsweise auf Grund gesetzlicher Vorgaben erfolgen – vielfach sogar gegen den erklärten Willen der Versicherten. So waren 2010 allein 25 Prozent aller Betroffenen junge Erwachsene, die mit Annahme der ersten Arbeitsstelle in der GKV versicherungspflichtig werden. Demgegenüber erfolgt jeder Wechsel von der GKV zur PKV absolut freiwillig. Die Zahl der PKV-Versicherten steigt netto Jahr für Jahr immer weiter an auf aktuell 8,95 Millionen Menschen (Stand 30.6.2011), das sind über 94.000 mehr als ein Jahr zuvor.

PKV ist ein funktionierendes und zukunftssicheres Versicherungssystem

In der PKV werden Rückstellungen für die Zukunft gebildet. Aktuell sind dies 155 Mrd. Euro, die die PKV-Unternehmen für ihre Versicherten gebildet haben, wenn sie im Alter mehr Leistungen in Anspruch nehmen. Dagegen ist die GKV-Finanzierung nicht nachhaltig und wird in massive finanzielle Probleme geraten, wenn die Bevölkerung immer älter wird. Der GKV-Beitragssatz wurde allein im vergangenen Jahr deutlich von 14,9 auf 15,5 Prozentpunkte (+4 Prozent) erhöht. Einzelne Kassen erheben zudem Zusatzbeiträge. Auch kam es in der Vergangenheit immer wieder zu erheblichen Leistungskürzungen.

Hinzu kommt, dass für alle GKV-Versicherten, deren Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, der Beitrag automatisch durch jede Lohnerhöhung steigt. Und trotzdem musste die GKV allein im vergangenen Jahr zusätzlich mit über 15 Mrd. Euro aus Steuermitteln subventioniert werden, was umgerechnet einem weiteren Anstieg des Beitragssatzes auf 17 Prozentpunkte (+10 Prozent) entspräche. Die PKV dagegen beteiligt sich an der Steuerfinanzierung der GKV und finanziert sich selbst, ohne öffentliche Unterstützung.

Nach Erhebungen des Analysehauses „Morgen&Morgen“ haben 45 Prozent der Privatversicherten 2012 gar keine Beitragserhöhung. Im Schnitt liegen die Erhöhungen bei 4,4 Prozent. Doch selbst in den seltenen und definitiv nicht repräsentativen Fällen höherer Beitragsanpassungen haben alle Versicherten innerhalb der PKV preiswertere Alternativen. Sie können bei Prämienerhöhungen jederzeit in einen anderen, preiswerteren Tarif wechseln (§ 204 VVG). Insbesondere für den Kreis älterer Versicherter mit geringen Alterseinkünften bietet die PKV den Standardtarif mit einem der GKV vergleichbaren Versicherungsschutz an. Dieser Tarif ist durch die Wirkung der Alterungsrückstellungen besonders preiswert – meist sogar deutlich günstiger als der entsprechende GKV-Beitrag. Hinzu kommt als dritte Option der Basistarif mit seinem gesetzlich definierten Höchstbeitrag entsprechend dem GKV-Niveau.

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Aktuelle Pressemitteilung

Deutlich mehr Versicherte wechseln zur PKV. Bericht über angebliche Abwanderung ist nachweislich falsch.
(09.01.2012)  Mehr (PDF)

Argumentationsbroschüre

„Vorsicht: Bürgerversicherung. Anspruch und Wirklichkeit einer politischen Idee."  (PDF)

PKV-Zahlenbericht 2010/2011

Die aktuellen Zahlen der Branche im Überblick: Zahlenbericht 2010/2011 (PDF)


PKV im Sozialrecht

Viele Fragen des privaten Krankenversicherungsschutzes berühren unmittelbar sozialrechtliche Aspekte. In unserer Broschüre "PKV im Sozialrecht" finden Sie eine Darstellung der wichtigsten gesetzlichen Vorgaben für die PKV.