Nach Admiral Ansons Weltumsegelung von 1740 – 1744 wussten die Briten: Die größte Bedrohung der Flotte waren nicht Spanier und Franzosen, sondern der Skorbut. Nur 500 von 1.900 Seeleuten überlebten die Fahrt. Der Marine-Arzt James Lind (1716 – 1794) vermutete hinter der Krankheit eine Art Fäulnis, die mit säurehaltigen Nahrungszusätzen verhindert werden könne. Zwölf an Skorbut erkrankten Matrosen flößte er deshalb die verschiedensten Substanzen ein, vom Apfelwein bis zur Schwefelsäure. Damit unternahm er das erste Kontroll-gruppenexperiment in der Geschichte der Medizin. Die Gruppe, die Zitronensaft eingenommen hatte, wurde gesund. Ohne jede Kenntnis von der Existenz des Vitamin C entdeckte James Lind so die Skorbut verhindernde Wirkung verschiedener Lebensmittel wie Zitronen und Sauerkraut. Als 1768 Kapitän James Cook zu seinen legendären Fahrten aufbrach, hatte er bereits beides an Bord.